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06.01.2021

Corona: Alten- und Pflegeheime zunehmend betroffen

Viele Menschen bieten Hilfe an

Die Infektionslage in den Alten- und Pflegeheimen im Kreis Offenbach ist weiterhin sehr angespannt. Aktuell sind in 14 Einrichtungen positiv getestete Personen registriert. Betroffen sind insgesamt rund 220 Bewohnerinnen und Bewohner. Hinzu kommen noch infizierte Beschäftigte. Nicht alle Heime sind gleichermaßen betroffen. Für einige der Häuser wurden aktuell vereinzelte Fälle registriert, es gibt aber auch Einrichtungen mit höheren Infektionszahlen. Die Lage ist allgemein sehr dynamisch, so dass die Zahlen sich täglich ändern und nur ein Trend aufgezeigt werden kann. Bei der letzten umfassenden Meldung vor zwei Wochen waren knapp 150 Bewohnerinnen und Bewohner in neun Einrichtungen infiziert. Etwa 45 Prozent der inzwischen insgesamt 245 infolge einer COVID-19-Erkrankung Verstorbenen lebten in Alten- und Pflegeheimen im Kreis.

Am stärksten betroffen ist weiterhin der Agaplesion Simeonstift in Hainburg, in dem aktuell rund 70 Personen positiv auf SARS-CoV-2 getestet wurden. Die anderen betroffenen Häuser sind DOREAFamilie Dietzenbach, das Haus Dietrichsroth, das Haus Ulmenhof und das Kursana Domizil, alle in Dreieich, das DRK-Senioren-Zentrum in Egelsbach, das Horst-Schmidt-Haus in Heusenstamm, das DRK-Senioren-Zentrum in Mühlheim, der Aureliushof in Mainhausen, das Haus An den Platanen in Neu-Isenburg, Gretel-Egner-Haus, Haus Elfriede, Haus Julia, alle in Rodgau sowie das Haus Senio in Seligenstadt.

Um das stark belastete Personal zu unterstützen, hat der Kreis Offenbach einerseits einen Aufruf an die Bevölkerung gestartet und andererseits einen Hilfeleistungsantrag an die Bundeswehr gestellt. Rund 100 Rückmeldungen gab es bislang auf den Aufruf des Kreises. Dabei sind – wie erhofft – sowohl ausgebildetes Personal in der Altenpflege als auch einfach „helfende Hände“, die in den Einrichtungen vor Ort bei Alltäglichem entlasten. Die Kontakte werden in wohnortnahe Einrichtungen vermittelt, so dass diese direkt mit den Freiwilligen die Einsatzmöglichkeiten abstimmen können. Die Bundeswehr hat 20 „helfende Hände“ für sechs Wochen in den Kreis Offenbach entsendet. Diese unterstützen ab Mittwoch, 6. Januar 2021 im Agaplesion Simeonstift in Hainburg, im Haus Dietrichsroth in Dreieich und im Haus An den Platanen in Neu-Isenburg.

Seit dem 27. Dezember 2020 impfen mobile Teams in den Alten- und Pflegeheimen. Bislang wurden rund 1.100 Bewohnende sowie etwa 500 Pflegekräfte in 19 Einrichtungen mit der ersten Impfdosis versorgt. Rund 2.500 Personen leben in 26 Alten- und Pflegeheimen. Dazu kommen die Beschäftigten, wie Pflegepersonal, Reinigungskräfte, Küchenpersonal und ähnliche.

Für Besuche in den Einrichtungen gilt weiterhin, dass Besucherinnen und Besucher ein aktuelles negatives Testergebnis in Bezug auf eine Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus nachweisen müssen. Dies kann sowohl durch einen Antigen- als auch durch einen PCR-Test, die frühestens 24 Stunden vor dem Besuch vorgenommen sein dürfen, erfolgen. Gemäß der Verordnung des Landes Hessen ist auch im Kreis Offenbach die Zahl der Besuche begrenzt. So sind derzeit zwei Besuche von je einer Stunde durch zwei Personen pro Woche möglich.