Spatenstich für Erweiterung der Gerhart-Hauptmann-Schule in Dreieich

Der Kreis Offenbach treibt den Schulbau weiter voran: Mit einem symbolischen Spatenstich haben Landrat Oliver Quilling, Kreisbeigeordneter Alexander Böhn, Dreieichs Bürgermeister Martin Burlon und Schulleiterin Annette Melms am Dienstag die Arbeiten zur Erweiterung der Gerhart-Hauptmann-Schule gestartet. In den kommenden zwei Jahren entsteht auf dem Gelände am Schlesienweg im Stadtteil Sprendlingen ein moderner Neubau, der auf den wachsenden Raumbedarf reagiert und die Einrichtung zu einer vierzügigen, ganztagsfähigen Grundschule weiterentwickelt. Aktuell gehen dort rund 350 Kinder zur Schule.

Der Erweiterungsbau bietet auf drei Vollgeschossen Platz für insgesamt acht neue Klassenräume, je einen Musik- und Werkraum sowie eine Bibliothek. Die Gebäudetechnik kommt in einem Staffelgeschoss unter. Für den Ganztagsbetrieb entstehen ein Speisesaal mit angeschlossener Küche sowie großzügige freizeitpädagogische Flächen. Vier Differenzierungsräume ergänzen das Raumkonzept und ermöglichen individuelles Fördern und Lernen. Die Ausstattung mit digitalen Tafeln und flächendeckendem WLAN sorgt für eine zeitgemäße Lernumgebung. Darüber hinaus werden auch die Verwaltungsbereiche der Schule erweitert. Ein barrierefreier Zugang ist durch eine Aufzugsanlage im gesamten Neubau gewährleistet.

„Mit der Erweiterung der Gerhart-Hauptmann-Schule schaffen wir nicht nur dringend benötigte Räume, sondern setzen auch ein klares Zeichen für hochwertige Bildung und gute Rahmenbedingungen im Grundschulbereich“, sagte Landrat Oliver Quilling. „Gleichzeitig machen wir die Schule fit für den Ganztag – mit einem durchdachten Raumkonzept und nachhaltiger Technik.“

„Für Dreieich und insbesondere den Sprendlinger Norden entsteht mit dem Erweiterungsbau die wichtige Voraussetzung für eine gute und umfassende Grundschulkindbetreuung“, so Bürgermeister Martin Burlon. „Uns ist es wichtig, dass die Dreieicher und Dreieicherinnen Familie und Beruf miteinander vereinbaren können und unsere Stadt weiterhin ein lebenswerter Wohnort bleibt.“

Das Gebäude wird in massiver Bauweise errichtet. Die Fassadengestaltung kombiniert insgesamt Klinkerriemchen, eine Alu-Glas-Fensterkonstruktion und Wärmedämmverbundsysteme. Große Fensterflächen sorgen für helle Räume. „Auf dem extensiv begrünten Retentionsdach wird eine Photovoltaikanlage installiert, die Strom für den Betrieb einer Wärmepumpe liefert“, führte Kreisbeigeordneter Alexander Böhn weiter aus. „Beheizt wird das Gebäude über eine Split-Wärmepumpe in Kombination mit einer Nahwärmeleitung aus der Bestandsanlage. Für eine gute Raumluftqualität sorgen moderne Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung. Auch die Außenanlagen werden im Zuge des Projekts angepasst. Die Umsetzung erfolgt während des laufenden Schulbetriebs.“

Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 17 Millionen Euro, wovon der Kreis Offenbach rund zwölf Millionen Euro trägt. Die Stadt Dreieich übernimmt 2,4 Millionen Euro der anteiligen Kosten für die Betreuung, weitere rund 2,6 Millionen Euro stammen aus Fördermitteln für den Ganztagsausbau. Die Erweiterung soll im dritten Quartal 2027 in Betrieb gehen.