Tag der offenen Tür im Interim der Albert-Schweitzer-Schule in Neu-Isenburg

Kreis Offenbach präsentiert Ausweichquartier für die Neubauphase

Der Kreis Offenbach hat am Freitag das Interimsgebäude für die Albert-Schweitzer-Schule in Neu-Isenburg vorgestellt. Während eines Tags der offenen Tür nutzten viele Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, die neuen Räume erstmals zu besichtigen. Landrat Oliver Quilling und Kreisbeigeordneter Alexander Böhn begrüßten gemeinsam die Anwesenden. Auch Bürgermeister Dirk Gene Hagelstein und die stellvertretende Schulleiterin Sandra Peters-Jürgens nahmen Schulgemeinde und Gäste in Empfang.

„Der Interim ermöglicht es uns, die Albert-Schweitzer-Schule zu einer vierzügigen, ganztagsfähigen Schule auszubauen, die allen Anforderungen an einen modernen Lernort gerecht wird“, sagte Landrat Oliver Quilling. „Die steigenden Schülerzahlen – insbesondere durch das Neubaugebiet Birkengewann – machen einen Neubau am bisherigen Standort in der Freiherr-vom-Stein-Straße notwendig. Während der Entstehungsphase stellt das Ausweichquartier einen durchgehenden Unterrichtsbetrieb sicher.“ Der Umzug ins Interim auf dem Schulhof der Alten Goetheschule, Hugenottenallee 82, erfolgt in den kommenden Winterferien. Unterrichtsbeginn ist dort zum Schulstart im Januar 2026.

Der dreigeschossige Neubau wurde innerhalb eines Jahres in Holzmodulbauweise errichtet. Die Lage auf dem Areal ist so gewählt, dass weiterhin genügend Schulhoffläche zur Verfügung steht. Das Gebäude verfügt über insgesamt 16 Klassenräume, einen Fachraum für Musik, ein Lehrerzimmer sowie einen Speisesaal mit Küche und angegliederten freizeitpädagogischen Flächen. Hinzu kommen Toilettenanlagen sowie Nutz-, Technik- und Lagerräume. Ein Aufzug erschließt alle Geschosse barrierefrei. Ergänzt wird das Raumangebot durch die Alte Goetheschule selbst, in der Betreuung und Verwaltung, einschließlich der Schulsozialarbeit, untergebracht sind. Digitale Tafeln und flächendeckendes WLAN gehören zur Grundausstattung. Auf dem Dach wird zudem eine Photovoltaikanlage installiert. Durch eine energetisch optimierte Gebäudehülle, die Nutzung der bestehenden Wärmeversorgung der Alten Goetheschule und ein extensiv begrüntes Dach wird das Gebäude hohen Anforderungen an nachhaltiges Bauen gerecht.

Kreisbeigeordneter Alexander Böhn betonte die Bedeutung des Projekts: „Der Modulbau bietet nicht nur moderne Lernräume, sondern auch funktionale Voraussetzungen für Ganztagsangebote und einen zeitgemäßen Unterricht. Dank der Raumzellenbauweise kann das Gebäude flexibel genutzt und später erneut eingesetzt werden – etwa als Interim oder Erweiterung. Das ist nicht nur nachhaltig, sondern auch wirtschaftlich.“

Insgesamt verfügt das Gebäude über eine Hauptnutzfläche von rund 1.350 Quadratmetern; weitere 835 Quadratmeter kommen durch die Räume der Alten Goetheschule hinzu. Die Gesamtkosten belaufen sich auf etwa 12,1 Millionen Euro. Der Rückumzug der Schulgemeinde in den Neubau an der Freiherr-vom-Stein-Straße ist für Ende 2028 vorgesehen.