Ersatzneubau für die Schule am Hengstbach in Dreieich-Sprendlingen geplant

Der Kreisausschuss empfiehlt dem Kreistag, der Kostenschätzung sowie der Vorentwurfsplanung des Darmstädter Architekturbüros Herzig Architekten und Ingenieure GmbH zum Ersatzneubau an der Grundschule am Hengstbach in Dreieich-Sprendlingen zuzustimmen. Vorgesehen ist unter anderem ein Neubau, der die aktuellen Häuser 1 und 3 ersetzen sowie eine Mensa beinhalten soll. Darüber hinaus sind weitere Sanitärräume und eine kindgerechte Gestaltung der Außenanlagen geplant. Die geschätzten Gesamtkosten liegen bei rund 22,3 Millionen Euro.

„Der Schulentwicklungsplan 2022 hatte für die vierzügige Grundschule zusätzlichen Bedarf im Bereich der Verwaltung sowie der freizeitpädagogischen Betreuung festgestellt“, erklärt Kreisbeigeordneter Alexander Böhn. „Mit der geplanten Maßnahme setzen wir nun genau dort an.“ Die Grundschule am Hengstbach wird aktuell von rund 360 Kindern in 17 Klassen besucht und beherbergt zudem eine Kooperationsklasse der Janusz-Korczak-Schule.

Der Schulbetrieb verteilt sich derzeit auf fünf Häuser, die aus dem Jahr 1960 stammen. Haus 1, in dem sich die Verwaltung befindet, sowie Haus 3 mit dem Fachraumtrakt sind baulich und technisch veraltet und können nur noch eingeschränkt genutzt werden. Sie sollen durch einen modernen Neubau in Massivbauweise und mit nachhaltiger Holzfassade am Standort von Haus 1 ersetzt werden. Das geplante Raumprogramm sieht auf 1.565 Quadratmetern Nutzungsfläche die Verwaltung, ein Lehrerzimmer, Lehrerarbeitsräume, vier Fachräume, je eine Kooperations- und Vorklasse, offene Betreuungsflächen sowie eine Küche und eine Mensa vor. Um während der Bauarbeiten eine Auslagerung in Container zu vermeiden, soll in Haus 3 ein Interim für die Verwaltung eingerichtet werden.

Parallel zum Neubau werden im Bestandsgebäude Haus 4 neue Sanitäranlagen geschaffen, die den Bedarf künftig vollständig abdecken. Durch den Rückbau von Haus 3 entsteht zudem die Möglichkeit, den Außenbereich umfassend neu zu gestalten. Der überwiegend asphaltierte Schulhof soll kindgerecht modernisiert werden. Ein Großteil der Flächen wird entsiegelt. Neben Rasenflächen wird es auch neue Spielgeräte und einen Bolzplatz geben.

„Mit dem Ersatzneubau schaffen wir die Grundlage für eine zeitgemäße, lernfreundliche und nachhaltige Schulumgebung“, betont Kreisbeigeordneter Alexander Böhn. „Wir lösen nicht nur bauliche Probleme aus der Vergangenheit, sondern schaffen moderne Räume für Unterricht, Betreuung und Verwaltung. Besonders wichtig ist, dass die Schulgemeinde während der gesamten Bauzeit am Standort bleiben kann. Die enge Zusammenarbeit mit Stadt, Schule und Betreuung hat zu einer Planung geführt, die den Bedürfnissen der Kinder umfassend gerecht wird.“

Der Zeitplan sieht vor, dass – einen Beschluss des Kreistags vorausgesetzt – die vorbereitenden Maßnahmen bis zu den Herbstferien 2026 abgeschlossen sein sollen. Im Anschluss erfolgt der Rückbau von Haus 1. Der Baubeginn für den Ersatzneubau soll im ersten Quartal 2027 erfolgen, für Ende 2028 ist die Fertigstellung geplant. Im ersten Quartal 2029 beginnt der Rückbau von Haus 3 und die Modernisierung der Außenanlagen. Von den 22,3 Millionen Euro Gesamtkosten trägt der Kreis Offenbach rund 18,8 Millionen Euro, die Stadt Dreieich beteiligt sich entsprechend der 50-50-Finanzierungsregelung für die Betreuungsräume mit rund 3,5 Millionen Euro.