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Bundestagswahl

Wahl am 26. September 2021

Dieses Jahr wird der 20. Deutsche Bundestag gewählt. Am selben Tag findet im Kreis Offenbach die Landratswahl statt.

Wer darf wählen?

Wahlberechtigt für die Wahl zum Deutschen Bundestag ist

    • wer am Wahltag mindestens 18 Jahre alt ist,
    • die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt,
    • seit mindestens drei Monaten in Deutschland wohnt und
    • nicht vom Wahlrecht ausgeschlossen ist.

Wie wird gewählt?

Etwa vier bis sechs Wochen vor dem Wahltermin erhalten die Wahlberechtigten eine Wahlbenachrichtigung von der Kommune, in der sie ihren Erstwohnsitz haben. Am Wahltag kann in dem Wahllokal gewählt werden, das auf der Wahlbenachrichtigung genannt ist. Dabei müssen der Personalausweis oder der Reisepass und gegebenenfalls die Wahlbenachrichtigung vorgelegt werden. Bei Verlust der Wahlbenachrichtigung reicht das Ausweisdokument.

Um in einem anderen Wahllokal zu wählen, muss zuvor zwingend ein Wahlschein bei der eigenen Gemeinde beantragt werden. 

Der Bundeswahlleiter informiert darüber, was bei einem Umzug bis zu acht Wochen vor der Wahl zu beachten. 

Briefwahl

Es ist möglich, seine Stimme per Briefwahl abzugeben. Die Briefwahlunterlagen müssen bei der Wahlbehörde der Gemeinde beantragt werden. Dazu wird die Rückseite der Wahlbenachrichtigung oder das entsprechende Onlineformular auf der Website der Gemeinde ausgefüllt.

Zu den Briefwahlunterlagen gehören eine Anleitung, ein Stimmzettel, ein blauer Briefumschlag ohne Adresse, ein roter Briefumschlag mit Adresse der Wahlbehörde und ein Wahlschein. Eine genau Anleitung liegt den Briefwahlunterlagen bei und ist bei der Bundeszentrale für politische Bildung zu finden.

Die Briefwahlunterlagen sollten spätestens drei Tage vor dem Wahltermin abgeschickt werden! 

Barrierefreies Wählen

Auf der Wahlbenachrichtigung ist angegeben, ob das zugewiesene Wahllokal für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen barrierefrei ist und wo Informationen über barrierefreie Wahllokale und Hilfsmittel erhältlich sein. Blinde und sehbehinderte Bürgerinnen und Bürger können beim Blinden- und Sehbehindertenbund in Hessen e. V. kostenlos eine Stimmzettelschablone mit einer Audio-CD anfordern. In den Wahllokalen sind keine Schablonen vorrätig, deshalb müssen sie bei Bedarf rechtzeitig beantragt werden.

Wahlberechtigte dürfen einen Helfer oder eine Helferin mit in die Wahlkabine nehmen, wenn sie zum Beispiel Schwierigkeiten mit dem Lesen haben oder den Stimmzettel nicht allein falten können. 

Erststimme und Zweitstimme

Jeder Wahlberechtigte hat zwei Stimmen:

    • Mit der Erststimme wird ein Direktkandidat oder eine Direktkandidatin des Wahlkreises für den Deutschen Bundestag gewählt. Hier entscheidet das Mehrheitheitsprinzip, welcher Kandidat mit Direktmandat in den Bundestag einzieht.
    • Die Zweitstimme entscheidet über die Mehrheitsverhältnisse im Bundestag, mit ihr wird eine Liste (Wahlvorschlag) einer Partei gewählt. Die Anzahl der Abgeordneten, die eine Partei in den Bundestag schickt, hängt von ihrem prozentualen Anteil aller Zweitstimmen ab. Die Reihenfolge auf einer Liste bestimmt darüber, welche der aufgestellten Kandidaten einen der gewonnenen Sitz bekommt.

Bei der Zweitstimme gilt die Fünfprozenthürde: Erhält eine Partei weniger als fünf Prozent aller gültigen Stimmen, verfallen alle Zweitstimmen, die diese Partei erhalten hat.