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Sportprojekte

Für Vereine mit Vereinen

Die Sportvereine im Kreis Offenbach zeigen, auf welch breitem Fundament der Sport in unserer Region steht. Seine Bedeutung für die Lebensqualität und das Zusammenleben der Menschen kann zudem gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Denn im Verein werden grundlegende Werte des menschlichen Miteinanders wie etwa Teamgeist und Fairplay großgeschrieben. Im Rahmen einer sich immer schneller wandelnden Welt sind Vereine aber auch eine Art zweite Heimat, in der Menschen Gemeinschaft und Halt finden. Zudem entstehen im Verein ganz automatisch Freundschaften und soziale Bindungen; denn Sport schweißt zusammen und fördert den Teamgedanken. Hinzu kommt: gemeinsam Fußball zu spielen oder an einem Leichtathletik-Wettbewerb teilzunehmen baut Vorurteile ab und weckt das Interesse für andere Ansichten und Lebensweisen. Somit schafft der Sport Brücken zwischen den Kulturen und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Integration.

Sport und Integration im Kreis Offenbach

Die Sportvereine im Kreis Offenbach sind in Sachen Integration Vorreiter und haben mittlerweile eine Vielzahl von neuen Angeboten ins Leben gerufen oder bestehende Angebote für Flüchtlinge geöffnet. Wie wichtig allen Vertretern des Sports in der Region das Thema ist, zeigt zudem die Tatsache, dass der Sportkreis mit Erwin Kneißl als eine der ersten Regionen in Hessen einen eigenen Integrationsbeauftragten installiert hat.

Auch der Kreis Offenbach selbst hat sich in den vergangenen Jahren intensiv mit der Thematik "Sport und Integration" auseinandergesetzt. Lange vor der Flüchtlingskrise etwa haben wir das Projekt “Vereine aktiv für Integration“ ins Leben gerufen. Es hat das Ziel, mehr Menschen mit Migrationshintergrund dazu bringen, in Vereinsstrukturen mitzuarbeiten und sich als Vorstand oder Kassenwart zu engagieren. Gemeinsam mit dem Sportkreis haben wir ein “Gütesiegel Integration“ für besonders engagierte Vereine entwickelt.

Auch auf die Geschehnisse des Jahres 2014 hat der Kreis schnell und unbürokratisch reagiert; und zwar mit dem Projekt "Integration Direkt". Es hatte zum Ziel, Menschen, die vor Krieg und Verfolgung fliehen, den Zugang zu den Sportvereinen zu erleichtern. Inzwischen ist das Projekt beendet und das Ergebnis kann sich sehen lassen: Fast 700 Flüchtlinge konnten ad hoc in Vereine integriert werden. Parallel dazu wurde ein “Sportwegweiser für Flüchtlinge“ online gestellt.

Denn für viele der aus Syrien oder Afghanistan stammenden Menschen ist der Sport die erste Möglichkeit, einmal ganz normalen Alltag bei uns in Deutschland zu erleben. Sport zu treiben, lenkt außerdem von den Sorgen in der Flüchtlingsunterkunft, dem Heimweh oder den traumatischen Erinnerungen an Krieg und Vertreibung ab. Viele Flüchtlinge beherrschen darüber hinaus schon eine Sportart. Durch den Sport haben die Flüchtlinge die Möglichkeit, diese Stärke zu zeigen und so neues Selbstbewusstsein zu entwickeln. Eine Win-Win-Situation; denn die Vereine wiederum profitieren von den Talenten unter den Flüchtlingen, die seit 2014 im Kreis Offenbach eine zweite Heimat gefunden haben. Die SG Hainhausen etwa gründete eine Cricket-Abteilung, die auf Anhieb Hessenmeister wurde. Der SG Nieder-Roden gelang es, Flüchtlinge höchst erfolgreich in ihre Fußballabteilung zu integrieren. Bei der SG Weiskirchen treffen sich 20 Flüchtlinge regelmäßig zum Shooting-Volleyball. Das sind nur einige Beispiele gelungener Integration.

Die Aufgabe, Flüchtlinge für die Vereine der Region zu gewinnen, haben mittlerweile die Sportcoaches der Kommunen übernommen und werden die Erfolgsgeschichte von "Integration Direkt“ fortschreiben. Das Programm "Integration Direkt 2.0" hält zudem unter anderem Workshops für Flüchtlinge und Angebote für Vereine bereit. 

Die Frage, wie man Flüchtlinge möglichst gut integriert, wird die Kommunen sicherlich noch lange begleiten. Als Kreis haben wir daher eine Sportwissenschaftlerin eingestellt, die sich intensiv um das Thema "Ehrenamt und Integration“ kümmert. Auch dieser Schritt zeigt, welche Bedeutung dieser Aufgabe zumessen wird.

Schule & Verein

Bei dem Projekt „Schule & Verein“ wollen wir Schulen im Kreis dabei unter die Arme greifen, außerschulische Partner für die Ganztagsbetreuung zu finden. Denn der Ausbau hin zur Ganztagsschule stellt einerseits eine Herausforderung und andererseits einen Trend für die Zukunft dar. Kooperationen mit außerschulischen Partnern gewinnen hierbei immer mehr an Bedeutung. Dabei profitieren beide Seiten: Schülerinnen und Schüler erweitern ihre Horizonte und können ausprobieren, ob eine Sportart oder ein Instrument eine Leidenschaft werden kann. Die Sport-, Kultur- und Musikvereine wiederum können ihre Angebote einer neuen Zielgruppe präsentieren.

Die Zusammenarbeit von Schule und Verein ist also durchaus eine Win-Win-Situation für beide Seiten. Der Kreis Offenbach fördert und unterstützt daher Schulen und Vereine bei der Kooperation, Koordinierung und Umsetzung von Ganztagsangeboten von Vereinen an Schulen.

Sport zum Leben

Die Diagnose „Krebs“ stellt einen gravierenden Einschnitt im Leben eines Menschen dar. Viele Patienten verlieren nach Operation und Chemotherapie ihren Lebensmut und das Vertrauen in die körperliche und seelische Eigenständigkeit. Unter dem Motto „Sport zum Leben“ bietet der Kreis Offenbach in Zusammenarbeit mit der Asklepios Kliniken und dem Sportkreis Offenbach sowie mit Unterstützung der Stiftung „Leben mit Krebs“ ein patientengerechtes, bewegungstherapeutisches Sportprogramm für Betroffene an. Zielsetzungen sind eine bessere Verträglichkeit der Therapie sowie die Erhöhung der Lebensqualität. Die Teilnahme ist für alle Onkologie-Patienten kostenlos. Dies ermöglichen die zahlreichen Sponsoren, unter anderem die Stiftung „Miteinander leben" und die Sparkasse Langen-Seligenstadt.

Aktuelle Untersuchungsergebnisse belegen, dass regelmäßige sportliche und kulturelle Aktivitäten die subjektiven und objektiven Belastungen von Erkrankung und Therapie reduzieren und damit günstige Auswirkungen auf den Krankheitsverlauf haben können.

Unter dem Motto „Aktiv gegen die Erkrankung angehen!" machen Patientinnen und Patienten mit onkologischen Erkrankungen gemeinsam zweimal pro Woche für jeweils 90 Minuten Sport in Seligenstadt. Durch regelmäßiges Nordic Walking und die wöchentliche Gymnastik kann eine bessere Verträglichkeit der Therapie und eine gute Krankheitsverarbeitung erreicht werden. Bei schlechtem Wetter besteht auch die Möglichkeit, Kräftigungs- und Ausdauerübungen im Fitnessraum oder im Wasserbecken zu absolvieren. So sind die Sporteinheiten auch bei schlechtem Wetter gesichert. Insgesamt können 12 bis 14 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aufgenommen werden, derzeit gibt es noch frei Plätze.

Herzlich eingeladen, an dem Sportprogramm teilzunehmen, sind jedoch nicht nur Patienten mit onkologischen Erkrankungen der Asklepios Kliniken sondern alle Menschen in der Region mit diesem Krankheitsbild.

In einer kleinen Gruppe besteht zudem Gelegenheit zum Austausch und zum Gespräch mit Menschen, die das gleiche Schicksal wie man selbst erlebt haben. Zu Beginn des Kurses findet eine Einführung in das zeichnende, malende und formende Schaffen mit praktischen Übungen statt. Später soll dann die Auseinandersetzung mit individuellen Ausdrucksformen gefördert werden. Eine genaue Übersicht über Anmeldemöglichkeiten, Termine und Angebote bietet die Broschüre "Sport zum Leben“.

Das sind nur einige der mannigfaltigen Bemühungen, den Sportstandort Kreis Offenbach zu stärken. Das alles tun die Verantwortlichen nicht nur aus einem Gefühl der Verbundenheit heraus, sondern weil sie um die wichtige gesellschaftliche Bedeutung des Vereinssports wissen!