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PRO Prävention

Fachstelle für Radikalisierungsprävention im Kreis Offenbach

Das Zusammenleben in der Migrationsgesellschaft läuft nicht ohne Konflikte ab. Das gilt auch für den Kreis Offenbach. Konstruktiv ausgetragene Konflikte können dabei Motor gesellschaftlicher Entwicklung sein, eskalierende Konflikte können zur Radikalisierung Einzelner und zu gesellschaftlicher Polarisierung beitragen.

Der Kreis Offenbach verfolgt mit der Fachstelle PRO Prävention das Ziel, Radikalisierung phänomenübergreifend vorzubeugen und zur Förderung des Zusammenhalts in der offenen, pluralen und demokratischen Gesellschaft beizutragen. PRO Prävention unterstützt mittels einer Erstberatung Fachkräfte in der Bearbeitung von Konflikten oder Radikalisierungsverdachtsfällen, klärt über extremistische Mobilisierung auf, vermittelt pädagogisches Handlungswissen zum Umgang mit Muslimfeindlichkeit, Ultranationalismus und Radikalisierung und unterstützt sozialräumliche, lokale und regionale Netzwerke in der Entwicklung bedarfsgerechter Präventionsmaßnahmen vor Ort.

Das Angebot von PRO Prävention umfasst Maßnahmen der allgemeinen und spezifischen Prävention und Demokratiebildung. Das Projekt setzt damit im Vorfeld von Radikalisierung an und berät in Fällen von phänomenübergreifenden Radikalisierungstendenzen.

Phänomenübergreifend bedeutet in diesem Kontext, dass PRO Prävention im Rahmen der Erstberatung verschiedene Formen von Radikalisierung in den Blick nimmt. Dazu gehören Phänomene wie Rechtsextremismus, Extremismus mit Auslandsbezug, Antisemitismus, Islamismus, Muslimfeindlichkeit und vieles mehr. In der Bildungs- und Vernetzungsarbeit im Kreis Offenbach wird jedoch, mit Blick auf die regionalen Bedarfe und bereits bestehenden Angebote, auf die Themenfelder Islamismus, Muslim-/Islamfeindlichkeit und Ultranationalismus fokussiert.

Die Koordination von PRO Prävention liegt in den Händen eines Teams von erfahrenen Fachkräften der Integrations- und Präventionsarbeit. PRO Prävention ist damit Anlaufstelle für Fachkräfte, ehrenamtlich Engagierte und Jugendliche und steht in engem Austausch mit Behörden, Zivilgesellschaft und Wissenschaft. Der Koordinationsstelle steht ein Kompetenzteam von einschlägigen Expertinnen und Experten zum inhaltlichen Austausch, zur Qualitätssicherung und strategischen Planung zur Seite.

Im Rahmen des Landesprogramms „Hessen - aktiv für Demokratie und gegen Extremismus“ wird das Projekt vom Hessischen Ministerium des Innern und für Sport (HMdIS) gefördert.

Auf dieser Seite werden die vielfältigen Unternehmungen im Rahmen von PRO Prävention beworben und dokumentiert. Des Weiteren finden Sie hier Informationen zum Angebot des Beraterteams sowie weiterer einschlägiger Angebote in der Region sowie nützliche Hinweise auf Wissensressourcen zur eigenen Weiterbildung.

Grundsätzlich ist PRO Prävention als „lernendes Vorhaben“ konzipiert und ist als solches für Anregungen und Initiativen der Menschen im Kreis Offenbach jederzeit offen. Wenn Sie eine Projektidee oder eine Frage haben oder Kritik äußern wollen, freuen wir uns über eine E-Mail an propraevention@kreis-offenbach.de.

Bedeutung

Prävention bedeutet im Rahmen des Vorhabens PRO Prävention Sensibilisierung für beziehungsweise Aufklärung über verschiedene Phänomene von Extremismus, Auseinandersetzung mit demokratie-, freiheits- und emanzipationsfeindlichen Einstellungen und die Förderung eines reflektierten Umgangs mit Fragen von Identität, Religion, gesellschaftlichen Entwicklungen und sozialen Problemlagen. Zielgruppen sind Jugendliche sowie Erwachsene, die aufgrund ihrer Profession oder ihres ehrenamtlichen Engagements mit verschiedenen Phänomenen von Extremismus in Berührung kommen (können).

Präventionsarbeit trägt zu einer gelungenen Integration bei. Integration wird dabei verstanden als wechselseitiger Prozess aller gesellschaftlichen Klassen, Gruppen oder Akteure, der die Teilhabechancen aller, unabhängig von ihrer Herkunft, erweitert.

Zielsetzung

Die Fachstelle setzt sich zum Ziel, dass die Zielgruppen im Kreis Offenbach

    • Handlungswissen der pädagogischen Prävention von Muslimfeindlichkeit, Ultranationalismus und Radikalisierung erwerben,
    • in relevanten persönlichen und professionellen Kompetenzen gestärkt werden und
    • Unterstützung in der Bearbeitung von Fällen von Diskriminierung, religiös und politisch gerahmter Konflikte oder Radikalisierungsverdachtsfällen erfahren.

PRO Prävention übernimmt darüber hinaus die Federführung in der fachlichen Begleitung der hessenweiten Fachstellen für Demokratieförderung und Extremismusprävention (DEXT-Fachstellen). In diesem Rahmen sollen die fachliche Unterstützung und der kollegiale Austausch der Fachstellen gewährleistet und phänomenübergreifende Qualifizierungsmaßnahmen angeboten beziehungsweise vermittelt werden.

Beratung

Hauptamtliche Fachkräfte und ehrenamtlich Engagierte sehen sich in ihrer Arbeit zunehmend mit Herausforderungen von religiös, politisch oder kulturell gerahmten Konflikten sowie religiös oder politisch begründetem Extremismus konfrontiert. Beobachten Sie derlei Konfliktfälle bei Ihnen in der Schule, dem Jugendzentrun, dem Sport-, Kultur- oder Moscheeverein oder der Einrichtung für Geflüchtete, haben Sie nun die Möglichkeit, fachliche Unterstützung für die Konfliktbearbeitung anzufordern.

Im Rahmen von PRO Prävention steht ein Beraterteam bestehend aus erfahrenen Expertinnen und Experten aus Polizei-, Integrations- und Präventionsarbeit bereit, schnellstmöglich nach Ihrer Kontaktaufnahme zur Aufklärung des Sachverhalts beizutragen, in der Konfliktbearbeitung zu beraten und in der Umsetzung weiterer Schritte zur Konfliktlösung zu unterstützen. Je nach Fall setzt sich das Beraterteam so zusammen, dass es den durch die Situation gestellten Bedarfen entspricht. Ziel ist, Sie zu entlasten, der Eskalation von Konflikten vorzubeugen und zu ihrer Lösung beizutragen.

Beraterteam

Wenn Sie das Angebot des Beraterteams annehmen möchten, melden Sie sich gerne bei uns! Sie erreichen uns auf folgenden Wegen:

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