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Informationen für Unternehmen

Häufig gestellte Fragen von Unternehmern

Ein ausführlicher Frage-Antwort-Katalog für Unternehmen ist unter "Corona-FAQ für Unternehmen" abrufbar.

Corona-Checkliste für Unternehmen

Die Industrie- und Handelskammer Offenbach am Main bietet auf ihrer Homepage eine kostenlose Corona-Checkliste für Unternehmen zum Download an.

Auf zwölf Seiten zeigt das Dokument strukturiert auf, woran Unternehmen in diesen Tagen denken sollten. Die Checkliste enthält unter anderem Hinweise zur Sicherung der Liquidität und zur Entschädigung bei Tätigkeitsverbot.

Soforthilfe für Kleinstunternehmen, Solo-Selbständige, Freiberufler und Künstler

Das Bundeskabinett hat am 23. März 2020 die Eckpunkte „Corona-Soforthilfe für Kleinstunternehmen und Solo-Selbständige“ beschlossen. Im Nachtragshaushalt 2020 sind hierfür insgesamt bis zu 50 Milliarden Euro bereitgestellt.

Die finanziellen Soforthilfen (Zuschüsse) für kleine Unternehmen gelten für alle Wirtschaftsbereiche sowie Solo-Selbständige und Angehörige der Freien Berufe bis zu zehn Beschäftigten. Die Mitarbeiterzahlen beziehen sich auf Vollzeitäquivalente. Abgefedert werden sollen hiermit insbesondere die Belastungen durch Fixkosten, wie Miete. Dies ist vorgesehen:

  • bis 9.000 Euro Einmalzahlung für drei Monate bei bis zu fünf Beschäftigten,
  • bis 15.000 Euro Einmalzahlung für drei Monate bei bis zu zehn Beschäftigten.

Voraussetzungen für die Hilfen sind wirtschaftliche Schwierigkeiten in Folge von Corona (Schadenseintritt nach dem 11. März 2020). Das Unternehmen darf zuvor nicht in wirtschaftlichen Schwierigkeiten gewesen sein.

Das Programm kann mit eigenen Hilfsprogrammen der Länder kombiniert werden. Eine Kumulierung mit anderen Beihilfen im Zusammenhang mit der Corona-Krise oder mit bestehenden de-minimis-Beihilfen ist grundsätzlich möglich.

Die entsprechenden Verwaltungsvereinbarungen werden derzeit vorbereitet.

Sämtliche Eckpunkte sind im Detail online nachzulesen. 

Land Hessen stockt Bundesmittel auf

Das Land Hessen hat darüber hinaus am 25. März 2020 beschlossen, die Mittel der Bundesregierung aufzustocken. Insgesamt stehen für Solo-Selbstständige, Freiberufler, Künstlerinnen und Künstler sowie Kleinst- und Kleinunternehmen mit bis zu 50 Angestellten mehr als zwei Milliarden Euro von Bund und Land zur Verfügung. Die Sofort-Hilfe wird als einmaliger nicht rückzahlbarer Zuschuss gewährt und ist inklusive der Bundesförderung wie folgt gestaffelt:

  • bis zu fünf Beschäftigten: 10.000 Euro für drei Monate,
  • bis zu zehn Beschäftigten: 20.000 Euro für drei Monate,
  • bis zu 50 Beschäftigten: 30.000 Euro für drei Monate.

Der Zuschuss berechnet sich nach der Höhe des Liquiditätsengpasses, der durch die Corona-Pandemie entstanden ist. Zuschussberechtigt sind Unternehmen, die steuerpflichtige Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft, Gewerbebetrieb oder selbstständiger Arbeit erwirtschaften, Angehörige freier Berufe, nach dem Künstlersozialversicherungsgesetz versicherte Künstler sowie am Markt tätige Sozialunternehmen in der Rechtsform einer gGmbH.

Anträge können ab Montag, 30. März 2020, beim Regierungspräsidium Kassel und dann ausschließlich online gestellt werden. Unterstützung bei der Antragsstellung in Form von Beratung gibt es bei den Industrie- und Handelskammern sowie den Handwerkskammern. Häufige Fragen rund um die Soforthilfe beantwortet das Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen auf seiner Homepage, die FAQs sind aber auch als pdf-Download verfügbar.

Zur Vorbereitung auf die Antragsstellung sind folgende Dokumente hilfreich:

Die Hotline der IHK Offenbach am Main ist ab sofort unter 069 8207-400. Auch eine Beratung per E-Mail an soforthilfe@offenbach.ihk.de ist möglich. Zusätzlich hat sie eine umfangreiche Informationsseite zu diesem Thema eingerichtet.

Die Entscheidungen des Landes Hessen sind online nachzulesen.

Kostenloses IHK-Webinar "Corona-Soforthilfe für Unternehmen - Wir führen Sie durch den Antrag!"

Die Industrie- und Handelskammer Offenbach am Main bietet am 7. April 2020 ein kostenloses Webinar "Corona-Soforthilfe für Unternehmen - Wir führen Sie durch den Antrag!" an. Während der Online-Veranstaltung führen Experten die Teilnehmenden von zehn bis elf Uhr durch den Antrag, beantworten die häufigsten Fragen und geben Tipps, was unbedingt zu beachten ist.

Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es auf der Homepage der IHK Offenbach am Main.

Liquiditätshilfen

Die dynamische Ausbreitung des Coronavirus bremst die Wirtschaft und verursacht bei vielen Unternehmen Liquiditätsengpässe.

Kurzfristig kann dabei Unterstützung in Form von Überbrückungskrediten, Bürgschaften oder Liquiditätshilfen hilfreich sein. Geplant ist auch die Insolvenzantragspflicht für durch die Corona-Epidemie geschädigte Unternehmen aussetzen.

Weitere Informationen dazu bieten folgende Stellen:

Der Fachbereich Arbeitsmarkt und Netzwerke der Bundesgentur für Arbeit bietet auch eine Übersicht über die Liquiditätshilfen des Landes Hessen zum Download an:

Kurzarbeitergeld

Kurzarbeit im Arbeitsverhältnis bedeutet die vorübergehende Verringerung der regelmäßigen Arbeitszeit in einem Betrieb aufgrund eines erheblichen Arbeitsausfalls.

Wenn Unternehmen aufgrund der weltweiten Krankheitsfälle durch das Coronavirus Kurzarbeit anordnen und es dadurch zu Entgeltausfällen kommt, können betroffene Beschäftigte Kurzarbeitergeld erhalten. Diese Leistung muss vom Arbeitgeber beantragt werden.

Um Entlassungen zu vermeiden und nach der Krise mit der bewährten Belegschaft wieder weiterarbeiten zu können, wurde der Bezug von Kurzarbeitergeld allgemein erleichtert. Einige der Neuerungen:

  • Es müssen nur noch mindestens zehn Prozent der Beschäftigten eines Betriebes von Arbeitsausfall betroffen sein
  • Die Sozialversicherungsbeiträge werden bei Kurzarbeit von der Bundesagentur für Arbeit vollständig erstattet.
  • Auch Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer profitieren vom Kurzarbeitergeld.
  • Wo Vereinbarungen zu Arbeitszeitschwankungen genutzt werden, wird auf den Aufbau negativer Arbeitszeitkonten verzichtet.

Die Erleichterungen treten Rückwirkend zum 1. März 2020 bis Ende 2020 in Kraft.

Weiterführende Informationen sind bei folgenden Stellen erhältlich

Die Bundesangentur für Arbeit hat zum Thema Kurzarbeitergeld (KUG) auch eine praktische Schnellübersicht zusammengestellt:

Wie das mit den Voraussetzungen für Kurzarbeitergeld genau ist und das Verfahren im Detail abläuft, veranschaulicht die Bundesagentur für Arbeit darüber hinaus in zwei Erklärvideos.

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat zusätzlich auch einen umfangreichen Fragenkatalog zum Thema Kurzarbeitergeld und Qualifizierung als pdf-Download zur Verfügung gestellt.

Warnung vor Betrügern

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) warnt aktuell in Zusammenhang mit dem Kurzarbeitergeld vor einer betrügerischen E-Mail, durch die die Absender an persönliche Kundendaten gelangen wollen.

Arbeitgeber und Unternehmen erhalten bundesweit unseriöse E-Mails, die unter der Mailadresse kurzarbeitergeld{a}arbeitsagentur-service.de versandt werden. In der Mail wird der Arbeitgeber unter anderem aufgefordert, konkrete Angaben zur Person, zum Unternehmen und zu den Beschäftigten zu machen, um Kurzarbeitergeld zu erhalten. Im Absender ist keine Telefonnummer für Rückfragen angegeben.

Arbeitgeber sollen auf keinen Fall auf die E-Mail antworten, sondern diese umgehend löschen. Die BA ist nicht Absender dieser Mail. Sie fordert Arbeitgeber auch nicht per Mail auf, Kurzarbeitergeld zu beantragen.

Steuerstundungen

Wer steuerpflichtig ist und nachweisen kann, von Corona stark betroffen zu sein, kann einen Antrag auf Steuerstundung stellen. Eine plausible Begründung ist beispielsweise, Angehöriger einer gebeutelten Branche wie Gastronomie oder Tourismus zu sein.

Stunden lassen sich in Zeiten von Corona folgende Steuern, die den Unternehmer in Bezug auf das Finanzamt betreffen:

  • Umsatzsteuer
  • Einkommensteuer
  • Körperschaftsteuer

Das Hessische Ministerium der Finanzen hat zu diesem Thema einen FAQ-Katalog mit den häufigsten Fragen und ihren Antworten veröffentlicht. Darüber hinaus stellt es einen Vordruck für den Antrag auf Steuererleichterung zum Einreichen beim jeweiligen Finanzamt zur Verfügung:

Weitere Informationen zu diesem Thema gibt es bei folgenden Stellen:

Darüber hinaus haben bislang auch einige Kreiskommunen beschlossen, beispielsweise auch Gewerbesteuern zu stunden. Informationen dazu sind auf den jeweilen Homepages der Städte und Gemeinden abrufbar.

Stundung der Sozialversicherungsbeiträge

Auch für Sozialversicherungsbeiträge ist gegebenenfalls eine Stundung möglich.

Die IHK Offenbach am Main informiert ausführlich und bietet Musteranträge zum Versand an die Krankenkasse an.

Schließungen und arbeitsrechtliche Fragestellungen

Etliche Geschäftszweige sind bereits durch die Corona-Pandemie von Schließungen betroffen, wie etwa Diskotheken oder Kinos. Andere Unternehmen sind betroffen, weil ihre Mitarbeiter durch die Schulschließungen ihre Kinder zu Hause betreuen müssen oder Ausfälle durch das Coronavirus SARS-CoV-2 verzeichnen, durch eine tatsächliche Erkrankung oder vorsorgliche Quarantäne.

Hierdurch ergeben sich zahlreiche Fragestellungen zu Lohnfortzahlungen, dem Umgang mit Homeoffice und Kündigungsrecht.

Informationen zu diesen Themen gibt es bei folgenden Stellen:

Entschädigungen bei Verdienstausfällen durch Quarantäne

Aktuell befinden sich auch im Kreis Offenbach Menschen unter behördlich angeordneter Quarantäne. Soweit tarifvertraglich nicht anders geregelt, sind Arbeitgeber gesetzlich verpflichtet, die betroffenen Beschäftigten bis zu sechs Wochen weiter zu bezahlen, wenn diese einen Verdienstausfall erleiden und dabei nicht krank sind.

Dafür können sie im Gegenzug eine entsprechende Entschädigung nach § 56 Infektionsschutzgesetz beantragen. Der Antrag auf Entschädigung kann online ausgefüllt und direkt eingereicht werden.

Erkrankte fallen nicht unter diese Entschädigungsregelung, weil diese bereits Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und Krankengeld erhalten.

Wichtig: Die oben genannte Entschädigung deckt keine generellen Verdienstausfälle von Unternehmen ab, die aufgrund der Verordnungen der Hessischen Landesregierung schließen mussten. 

Gesundheitsschutz

Regelmäßige Handhygiene und konsequentes Abstandhalten zählen zu den wichtigsten Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus SARS-CoV-2. Es gibt je nach Betrieb verschiedene Möglichkeiten dies umzusetzen, wie Homeoffice, Vereinzelung von Arbeitsplätzen oder Reduzierung des Kontakts auf E-Mail und Telefon. Auch eine gute Kommunikation im Betrieb zu Hygieneregelungen unterstützt die Maßnahmen.

Informationen und Hilfestellungen bieten folgende Stellen:

Darüber hinaus hat zum Beispiel die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung "10 Tipps zur betrieblichen Pandemieplanung" zum kostenlosen Download bereitgestellt.

Verkauf von nicht benötigtem Infektionsschutzmaterial an das Land Hessen

Das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen (HMWEVW) hat Unternehmen dazu aufgerufen, dem Land Hessen momentan nicht dringend benötigtes Infektionsschutzmaterial zum Kauf anzubieten sowie weitere Unterstützungsmöglichkeiten zu prüfen. Damit soll den Krankenhäusern geholfen werden, das Pflegepersonal vor Infektionen zu bewahren.

Außerdem bittet der Staatsminister die Betriebe darum, stillstehende oder nicht ausgeschöpfte Produktionslinien auf die Herstellung genannter Güter wie Atemschutzmasken, chirurgische Mundnasenschutze, Schutzbrillen und -kittel, Einmalhandschuhe oder Ganzkörperschutzanzüge umzustellen, um einen Beitrag zur Bekämpfung der Pandemie zu leisten und die eigene Auslastung zu verbessern. Der Stab Beschaffung im Krisenstab der hessischen Landesregierung steht bei Fragen hinsichtlich der Verwendung solcher neuen Produkte sowie zur Zertifizierung gerne zur Verfügung.

Hilfsbereite Unternehmen werden gebeten, ein Formular runterzuladen, auszufüllen und per Mail an den Beauftragten des Beschaffungsstabes der Landesregierung unter beschaffungsmanagement-corona-wu@hmdis.hessen.de zu schicken.

Europäische Maßnahmen: Personen- und Warenfreizügigkeit

Die Metropolregion FrankfurtRheinMain ist als internationales Drehkreuz mit der Welt stark vernetzt. Das Coronavirus SARS-CoV-2 stellt internationale Lieferketten und Unternehmen auf eine harte Probe. Die Personenfreizügigkeit und der Grenzübertritt in die und innerhalb der Europäischen Union sind eingeschränkt. Dies hat Auswirkungen auf mobile Arbeitskräfte und auf Lieferketten.

Die EU-Kommission sowie die deutschen Behörden setzen alles daran, sowohl den Gesundheitsschutz zu sichern als auch die Auswirkungen auf die Wirtschaft abzufedern.

Nähere Informationen gibt es bei folgenden Stellen:

Ansprechpartner in Ihrer Nähe

Sie haben Fragen oder möchten konkrete Hilfsleistungen in Anspruch nehmen, dann sind diese Anlaufstellen in der Region telefonisch oder per E-Mail für Sie da.

Aufgrund der aktuellen Situation und der erforderlichen Gesundheitsschutzmaßnahmen sind persönliche Kontakte derzeit in der Regel ausgeschlossen.

Aktuelle Beschlüsse

Die aktuellen Beschlüsse der hessischen Landesregierung sind auf ihrer Homepage abrufbar.