Schülerinnen und Schüler werden Nachbarschaftshelfende für pflegebedürftige Menschen

25 Schülerinnen und Schüler der Claus-von-Stauffenberg-Schule in Rodgau-Dudenhofen haben am Dienstag erfolgreich den Kurs für angehende Nachbarschaftshelfende absolviert. Landrat Oliver Quilling und die Schulleiterin der gymnasialen Oberstufe, Dagmar Emmerich, informierten sich vor Ort über die Kursinhalte. Dieser wurde von der Schule gemeinsam mit Fachleuten der Leitstelle Älterwerden des Kreises Offenbach und in Kooperation mit Rodgau Erleben e.V. durchgeführt.

Im Laufe des Tages erhielten die Schülerinnen und Schüler Kenntnisse der Ersten Hilfe und erlebten am eigenen Körper, welche Herausforderungen das Alter mit sich bringt. Sie setzten sich intensiv mit altersbedingten Veränderungen auseinander. Dabei standen insbesondere die Herausforderungen, die durch Erkrankungen wie Parkinson entstehen, sowie das Thema Demenz im Fokus. Ergänzend dazu absolvierten sie einen Demenz-Parcours, der ihnen eindrucksvoll vermittelte, wie sich der Alltag von Menschen mit Demenz anfühlt.

„Mit diesem Projekt wird das Verantwortungsbewusstsein und das soziale Engagement der jungen Menschen gestärkt“, sagte Landrat Oliver Quilling. „Die Schülerinnen und Schüler können dadurch ältere oder hilfsbedürftige Menschen im Alltag unterstützen. So werden die Empathie und Rücksichtnahme gegenüber anderen Generationen gefördert.“

Pflegebedürftige Menschen ab Pflegegrad eins haben nach § 45b SGB XI Anspruch auf einen monatlichen Entlastungsbetrag in Höhe von 131 Euro, der auch für die Nachbarschaftshilfe eingesetzt werden kann. Dies können auch Schülerinnen und Schüler ab 16 Jahren, die sich beim Kreis Offenbach als Nachbarschaftshelfende anerkennen lassen, für bis zu drei pflegebedürftigen Personen übernehmen. Sie können die Hilfe im Haushalt, Begleit- und Einkaufsdienste sowie Botengänge übernehmen. Weitere Informationen zur Nachbarschaftshilfe unter www.kreis-offenbach.de/Angebote_zur_Unterstützung_im_Alltag.