Kreis Offenbach bleibt Fairtrade-Kreis
Schulen im Fokus
Nach erneuter Prüfung durch Fairtrade Deutschland e.V. wurde die Zertifizierung um weitere zwei Jahre verlängert. Damit trägt der Kreis den Titel seit dem 1. Februar 2020 nun bereits zum dritten Mal in Folge. „Wir gehören seit nunmehr sechs Jahren zu den rund 935 Fairtrade-Towns in Deutschland. Als Fairtrade-Kreis leben wir Fairtrade bei uns“, betont Landrat Oliver Quilling anlässlich der Zertifikatsverlängerung. Als Beispiele nennt er die kreisweite Veranstaltungsreihe „Faire Woche“ sowie das Projekt „Faire Kita“. „Zudem wollen wir das Thema Fairtrade künftig noch stärker an unsere Schulen herantragen.“
Den Grundstein für diese Entwicklung hatte der Kreistag bereits 2017 gelegt, als er den Beschluss fasste, sich um die Fairtrade-Zertifizierung zu bewerben. „Wir haben diesen Weg bewusst gewählt, weil wir als weltoffene Region ein klares Zeichen setzen wollen: für fairen Handel, faire Löhne und faire Produktionsbedingungen“, so Oliver Quilling. „Damit stellen wir uns auch unserer globalen Verantwortung angesichts des fortschreitenden Klimawandels und des weltweiten Zusammenwachsens.“
Der Titel „Fairtrade-Kreis“ ist an eine Reihe von Kriterien geknüpft, die der Kreis Offenbach erneut erfolgreich nachweisen konnte. Im Mittelpunkt stehen dabei nachhaltige Strukturen und ein breites gesellschaftliches Engagement. Zahlreiche Gastronomiebetriebe und Einzelhändler sind inzwischen Teil der Fairtrade-Kampagne. Fast alle Supermärkte im Kreis führen ein vielfältiges Sortiment fair gehandelter Produkte. Besonders groß ist die Auswahl in den Weltläden in Langen, Neu-Isenburg und Seligenstadt.
Zentraler Motor der Aktivitäten ist die kreisweite Steuerungsgruppe Fairtrade. Ihr gehören derzeit 18 Personen aus 15 Institutionen, Vereinen und Verbänden an. Dazu zählen unter anderem das Evangelische Dekanat Dreieich-Rodgau, der Sportkreis Offenbach sowie die Kreuzburgschule in Hainburg als Fairtrade-Schule. Mit Dietzenbach, Hainburg, Langen und Neu-Isenburg gibt es vier Fairtrade-Towns im Kreisgebiet.
Für den Kreis Offenbach ist die erneute Auszeichnung kein Grund, sich auf dem Erreichten auszuruhen. „Wir wollen weitere Partner gewinnen und noch mehr Gastronomen und Einzelhändler, aber auch Schulen, Kindertagesstätten und Vereine für Fairtrade begeistern“, kündigt der Landrat an. Der Einstieg ist dabei bewusst niedrigschwellig. Betriebe müssen lediglich zwei Fairtrade-Produkte ins Sortiment oder auf die Speisekarte aufnehmen und einen kurzen Produktbogen beim Kreis einreichen.
„Die Vorteile liegen klar auf der Hand“, so Landrat Oliver Quilling abschließend. „Alle Beteiligten leisten einen wichtigen Beitrag zu fairem Handel und nachhaltiger Entwicklung. Gerade bei jungen Kundinnen und Kunden kommt dieses Engagement gut an und kann sich auch wirtschaftlich positiv auswirken.“ Alle teilnehmenden Betriebe sind unter www.kreis-offenbach.de/fairtrade aufgelistet.
Wer sich als Verein, Schule, Einzelhändler oder Gastronomiebetrieb an der Fairtrade-Kampagne beteiligen will, meldet sich bei Johannes Lotz vom Regional-, Europabüro und Wirtschaftsförderung, Telefon 06074 8180-3111, E-Mail fairtrade@kreis-offenbach.de.
Fairtrade Deutschland setzt in diesem Jahr einen inhaltlichen Schwerpunkt auf die Menschen hinter den Produkten. Unter dem Titel „Fairness for Farmers, from fields to future“ geht es um die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Landwirtinnen und Landwirten sowie Arbeiterinnen und Arbeitern in den Produzentenländern.