Experte spricht über rechte Parteien und Gruppen

Volkshochschule Kreis Offenbach und DEXT-Fachstelle Pro Prävention laden zu Vortrag und Diskussion ein

Vor dem Hintergrund der seit Jahren bundesweit zu beobachtenden Wahlerfolge für die AfD und anderer rechter politischer Gruppierungen könnte bei den Kommunalwahlen am 15. März 2026 auch in Hessen ein Rechtsruck drohen. Wie sehen die Ziele und Strategien der extrem rechten Parteien aus, die bei den Hessischen Kommunalwahlen antreten? Wie können die demokratischen Parteien und die Zivilgesellschaft darauf reagieren? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt eines Vortrages, zu dem die Volkshochschule Kreis Offenbach und die DEXT-Fachstelle Pro Prävention Kreis Offenbach einladen. Wer sich für das Thema interessiert, Neues erfahren und darüber diskutieren möchte, kann am Mittwoch, 11. März 2026, 19:00 bis 21:15 Uhr, in das Haus des Lebenslangen Lernens, Tagungsraum 2.008, Frankfurter Straße 160-166 in Dreieich kommen.

Der Politikwissenschaftler Sascha Schmidt wird an diesem Abend die Forderungen und Wahlaussagen der extrem rechten Parteien analysieren und erläutern, mit welchen Argumenten und Mitteln eine Stärkung des rechten Spektrums verhindert und die Demokratie besser geschützt werden kann. Seinen Vortrag hat er „Kommunalwahlen in Hessen – rechte Parteien im Aufwind?“ überschrieben. Der Referent engagiert sich seit Jahren im „Beratungsnetzwerk Hessen – Gemeinsam für Demokratie und gegen Rechtsextremismus“. Sascha Schmidt arbeitet zudem als Leiter der Abteilung „extreme Rechte/Diskriminierung“ des DGB Hessen-Thüringen. Gemeinsam mit Yvonne Weyrauch hat er das Buch „Rechter Terror in Hessen“ veröffentlicht.

Am 15. März 2026 haben in Hessen rund 4,3 Millionen Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, über die Zusammensetzung der parlamentarischen Vertretungen ihrer Kreise, Städte und Gemeinden abzustimmen. Auf den Wahlzetteln stehen auch verschiedene extrem rechte Parteien und Wählergruppen. Neben der „Alternative für Deutschland“, die in Hessen nach einem Gerichtsbeschluss als „rechtsextremer Verdachtsfall“ gilt, treten auch einzelne noch weitaus radikalere Parteien an. Hierzu zählt die ehemalige NPD – heute „Die Heimat“. Aber auch die neonazistische Kleinstpartei „Der III. Weg“ könnte in einzelnen Kommunen kandidieren.

Kommunalwahlen entscheiden unmittelbar über die Gestaltung des täglichen Lebens vor Ort – über Bildung, soziale Infrastruktur, Integration, Wirtschaftsförderung, Mobilität und das gesellschaftliche Zusammenleben. Gerade deshalb ist es von zentraler Bedeutung, die politischen Zielsetzungen und Strategien aller antretenden Parteien differenziert zu betrachten.

Die Volkshochschule Kreis Offenbach, Telefon 06103 3131-1313 oder E-Mail vhs@kreis-offenbach.de,  sowie die DEXT-Fachstelle Pro Prävention bitten um eine Anmeldung für den Vortrags- und Diskussionsabend unter Angabe der Kursnummer 261D010009.