Neu-Isenburg übernimmt Vorreiterrolle im Radverkehr

Quelle: ivm GmbH

QR-Codes erleichtern Schadensmeldungen zur Radverkehrsbeschilderung

Neu-Isenburg geht einen weiteren Schritt zur Förderung des Radverkehrs: Aufkleber mit QR-Codes an Beschilderungspfosten für den Radverkehr erleichtern ab sofort die Meldung von beschädigten, verdreckten oder verdrehten Radwegweisern. Schäden oder Mängel können direkt vor Ort per Smartphone gemeldet werden – schnell, unkompliziert und ohne Standortsuche und die Meldung landet direkt bei der für die Beschilderung zuständigen Stelle. In Zusammenarbeit mit dem Kreis Offenbach, dem Regionalpark RheinMain, der Stadt Neu-Isenburg sowie der Gesellschaft für integriertes Verkehrs- und Mobilitätsmanagement (kurz: ivm), die die Meldeplattform Radverkehr betreibt, wurden nun die ersten Radwegweiser mit den QR-Codes versehen. Der Ansatz wird nun schrittweise im Kreis Offenbach und anschließend auch auf weitere hessische Landkreise ausgeweitet werden.

Pünktlich zu Beginn der Radsaison wurden an den ersten rund 20 Masten der Radwegweiser in Neu-Isenburg Aufkleber mit QR-Codes angebracht. Ist ein Schild beschädigt, verschmutzt, zugewachsen, umgefallen oder nicht mehr lesbar, können Meldende den QR-Code am Pfosten einfach scannen und gelangen direkt zur passenden Eingabemaske auf der Meldeplattform Radverkehr. Der Standort ist dabei bereits automatisch vorausgewählt, sodass nur noch die passende Kategorie ausgewählt werden muss. Optional können Fotos sowie Kontaktdaten ergänzt werden. So ist die Schadensmeldung mit wenigen Klicks abgeschlossen. „Dies ist ein weiterer Schritt zur Vereinfachung für alle, die mit dem Rad unterwegs sind. Wenn Sie feststellen, dass etwas nicht passt, können sie nun ganz einfach eine Meldung abgeben. Diese kommt so automatisch an der richtigen Stelle an und kann abgearbeitet werden. Eine Win-Win-Situation für alle – darüber freuen wir uns sehr“, betont Alexander Böhn, Kreisbeigeordneter des Kreises Offenbach.

Bisher war es häufig sehr aufwändig herauszubekommen, wer für die jeweilige Beschilderung zuständig ist – Hessen Mobil, der Kreis, die Stadt oder auch der Regionalpark. Die QR-Code-Aufkleber sind damit eine praktische Neuerung, mit der die Meldeplattform Radverkehr direkt vor Ort noch einfacher genutzt werden kann. Gleichzeitig bleibt die Plattform weiterhin die zentrale Anlaufstelle, um auch alle weiteren Mängel und Hinweise rund um Radwege und Radinfrastruktur zu melden, von Schäden auf dem Weg bis hin zu Hindernissen oder Verbesserungsvorschlägen. Das Projekt in Neu-Isenburg zeigt, was möglich ist, wenn Kommunen und Partner über Grenzen hinweg zusammenarbeiten und technische Lösungen gemeinsam so gestalten, dass sie im Alltag wirklich helfen,“ erläutert Emily Swatzina, zuständige Projektleiterin bei der ivm. „Die Meldeplattform Radverkehr ist ein starkes Beispiel dafür, wie digitale Zusammenarbeit die nachhaltige Mobilität in der Region fördern kann.“ Nach einer erfolgreichen Pilotphase soll der Ansatz schrittweise auf weitere Kommunen im Kreis Offenbach und perspektivisch in Hessen ausgeweitet werden. Den Anfang macht dabei Hessen Mobil, die die Hessischen Radfernwege ausstatten, die Stadt Fulda und weitere Landkreise in der Region Frankfurt RheinMain. Weitere interessierte Städte und Landkreise können sich direkt bei der ivm melden.

Die Meldeplattform Radverkehr wird vom Land Hessen finanziert und durch die ivm betrieben sowie kontinuierlich weiterentwickelt. Inzwischen nutzen mehr als 320 Städte und Gemeinden in Hessen das System. Unter www.meldeplattform-radverkehr.de kann die Anwendung direkt über das Smartphone als mobile Anwendung aufgerufen werden – es ist keine Installation einer App erforderlich. So können Meldungen ganz einfach in nur drei Schritten abgegeben werden – hessenweit und ganz ohne Recherche und ohne Kenntnis der lokalen Zuständigkeiten.