Mit blauen Blumen gegen das Vergessen

Vergissmeinnicht-Pflanzaktion setzt ein Zeichen für Menschen mit Demenz

Der Erste Kreisbeigeordnete Carsten Müller hat gemeinsam mit Anja Breitenbach, der Leiterin der Leitstelle Älterwerden des Kreises Offenbach, am Mittwochnachmittag symbolisch Vergissmeinnicht vor dem Kreishaus in Dietzenbach gepflanzt. Die blauen Blumen stehen symbolisch für den kreisweiten Vergissmeinnicht-Tag unter dem Motto „Gemeinsam pflanzen, gemeinsam erinnern!“. Insgesamt beteiligen sich elf Kommunen im Kreis Offenbach – Dietzenbach, Dreieich, Hainburg, Heusenstamm, Langen, Mainhausen, Mühlheim, Obertshausen, Rodgau, Rödermark und Seligenstadt – an der Aktion. Mit den Pflanzungen setzen sie ein sichtbares Zeichen der Verbundenheit und Solidarität, sowohl gegenüber den an Demenz erkrankten Menschen als auch gegenüber ihren Angehörigen, die sie begleiten und unterstützen.

„Menschen mit Demenz sind Teil unserer Gesellschaft und dürfen nicht vergessen werden“, sagt Carsten Müller anlässlich der Pflanzung. „Wir haben die kreisweite Aktion initiiert, um niedrigschwellig mehr Aufmerksamkeit auf diese Erkrankung zu lenken. Viele Betroffene und auch deren Angehörige ziehen sich aus Unsicherheit oder Überforderung immer mehr zurück, doch es gibt vielfältige Anlaufstellen und Hilfen. Diese wollen wir mehr in den Fokus rücken.“ Die blühenden Beete und Pflanzkübel erfreuen nicht nur die Passantinnen und Passanten, sondern verweisen zugleich auf weiterführende Informationen: Über einen QR-Code auf den Pflanzschildern gelangen Interessierte zur Landingpage www.kreis-offenbach.de/vergissmeinnicht mit umfassenden Hinweisen zum Krankheitsbild Demenz, zu Beratungs- und Unterstützungsangeboten im Kreisgebiet sowie zur Aktion selbst.

Über 1.150 Vergissmeinnicht wurden anlässlich des Vergissmeinnicht-Pflanzaktion im Kreis Offenbach gepflanzt. Die Asklepios Psychiatrie Langen, die Asklepios Klinik Seligenstadt und die Löwer GmbH Seligenstadt ermöglichen mit ihrem Sponsoring den kreisweiten „Vergissmeinnichttag“. Die organisatorische Federführung liegt bei der Leitstelle Älterwerden sowie dem Pflegestützpunkt des Kreises Offenbach.