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Neue Zuweisungszahlen von Flüchtlingen an die Kommunen 22.09.2015 

In seiner letzten Sitzung hat der Kreisausschuss die neuen Zuweisungszahlen von Flüchtlingen an die Kommunen beschlossen. „Wir gehen davon aus“, so Landrat Oliver Quilling und der Kreisbeigeordnete Carsten Müller, „dass uns nach derzeitigem Stand für das Jahr 2015 1.634 Flüchtlinge zugwiesen werden.“ Diese Berechnung geht davon aus, dass 440.000 Menschen bundesweit auf die Kommunen verteilt werden und die Flüchtlinge aus dem Balkan in den Erstaufnahmeeinrichtungen verbleiben können.

Nachdem im ersten Halbjahr 13 kreisangehörigen Städten und Kommune die 534 Flüchtlinge aufgenommen haben, sind es im dritten Quartal bis zum Stichtag 21. September 2015 325. Das bedeutet unterm Strich, dass etwa noch 800 Flüchtlinge im letzten Quartal des Jahres erwartet werden. „Diese Zahl liegt aber am unteren Level“, so Carsten Müller, „mit Blick auf das Tagesgeschehen können durchaus noch mehr Menschen kommen. Im Übrigen werden Neu-Isenburg auf Grund der Erstaufnahmeeinrichtung des Landes, die am 29. August 2015 eröffnet wurde, keine weiteren Flüchtlinge mehr zugwiesen.“

Das Hauptproblem ist nach wie vor die Verfügbarkeit von geeignetem Wohnraum, der derzeit in allen Kommunen dringend gesucht wird. Hier wird der „Spielraum“ auch deshalb geringer, weil das Regierungspräsidium Darmstadt jetzt Zwangszuweisen durchführt. „Natürlich stiehlt sich auch der Kreis selbst nicht aus der Verantwortung“, so der Sozialdezernent weiter, „wir haben per Kreistagsbeschluss den Bau von zwei weiteren Unterkünften auf den Weg gebracht. Diese sollen anders als ursprünglich vorgesehen nicht nur für 80, sondern für mindestens 120 Menschen ausgelegt werden. In Obertshausen werden es mit Zustimmung der Stadt sogar 160 sein. Darüber hinaus werden uns derzeit oft größere Immobilien angeboten, die sich als Gemeinschaftsunterkunft eigenen und wir prüfen derzeit, ob und inwieweit das ehemalige Kinder- und Jugendheim in Affhöllerbach zur Unterbringung von Flüchtlingen genutzt werden kann. Hier stünden 120 Plätze zur Verfügung.“ Angestrebt wird, dass der Kreis selbst die etwas größeren Unterkünfte unterhält und die Kommunen für vordringliche Wohnungen sorgen, damit auch die Integration der Menschen, die ein dauerhaftes Bleiberecht haben, gesichert ist.

Auch das nicht mehr genutzte Schulgebäude der Max-Eyth-Schule an der Damaschkestraße in Dreieich wird möglicherweise mit zusätzlichen Containern auf dem Lehrerparkplatz zur Unterbringung von Flüchtlingen hergerichtet. „Wir sind derzeit mit der Schulleitung der Max-Eyth-Schule intensiv im Gespräch“, so der Landrat, „diesen Standort gemeinsam als eine Art Stützpunkt für unbegleitete Minderjährige zu entwickeln. Die Berufsschule bietet auch wegen Fachräumlichkeiten sehr gute Voraussetzungen, um die jungen Flüchtlinge zu betreuen und sie auf eine Ausbildung vorzubereiten.“

„Die große Zahl von Menschen, die mittlerweile im Kreis ankommt“, ergänzt der Sozialdezernent, „führt außerdem dazu, dass wir bei den knappen Ressourcen darüber nachdenken müssen, die Belegung in bestehenden Einrichtungen zu verdichten. Es ist uns sehr wohl bewusst, dass damit bestimmte Standards nicht mehr gehalten werden können. Primäres Ziel muss aber sein, den Menschen erst einmal auch mit Blick auf den Winter, ein Dach über dem Kopf und die notwendige Versorgung und Betreuung zu bieten.“ Gemeinsam mit den 13 kreisangehörigen Städten und Kommunen müssen Absprachen getroffen werden, um die Herausforderungen vor Ort so gut wie möglich zu bewältigen. Dabei kann auf die Unterstützung der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer nirgendwo verzichtet werden. „Natürlich sehen wir auch gerade in Neu-Isenburg“, so der Landrat und der Kreisbeigeordnete abschließend, „dass die Ressourcen sehr strapaziert sind und wir können uns an dieser Stelle nur herzlich dafür bedanken, dass so viele Menschen sich so selbstlos dafür einsetzen, dass die Neuankömmlinge hier willkommen geheißen und an die Hand genommen werden.“

Ob und inwieweit die derzeit genannten Zahlen tatsächlich Bestand haben, wird die Zeit zeigen.