Ein Bewohner der Streuobstwiesen stellt sich vor
Der Siebenschläfer ein vielseitiges Talent: Langschläfer, Wetterprophet, Musikant und Akrobat
Der Siebenschläfer erinnert mit seinem bräunlich-grauem Fell und dem buschigen, fast körperlangen Schwanz dem er zum Balancieren verwendet, an ein kleines Eichhörnchen.
Im Herbst legt er ordentlich an Körperumfang zu und begibt sich damit in einen langen Winterschlaf von fast sieben Monaten, daraus resultiert auch sein Name. Das nachtaktive Tier lebt gerne gesellig in kleinen Gruppen oder in Familien. Siebenschläfer sind im Übrigen sehr stimmfreudige Tiere. Sie verständigen sich untereinander mit einem breiten Spektrum verschiedenartiger Laute - von trillernden Pfiffen über allerlei murmelnde und murksende Laute bis hin zu Quieken und Zirpen. Erst wenn die Nacht hereinbricht, wird der kleine Kletterer munter. Er klettert sehr gewandt selbst in dünnem Gezweig umher und kann zielsicher meterweite Sprünge vollführen. Schattenhaft gleiten die kleinen Säugetiere emsig in den Baumkronen umher und widmen sich der Nahrungssuche und -aufnahme. Als Lieblingsspeisen stehen Samen, Nüsse, junge Baumtriebe und Insekten auf dem Speiseplan.
Auch als Wetterprophet ist der Siebenschläfer bekannt. Nach einer alten Bauernregel „Regnet es am Siebenschläfertag, der Regen sieben Wochen nicht weichen mag" entscheidet sich am 27. Juni, dem so genannten Siebenschläfertag, das Schicksal des Sommerwetters. Diese Wetterregel ist zwar wissenschaftlich nicht haltbar, gibt aber eine häufig beobachtete Erfahrung wieder: In Mitteleuropa wird Ende Juni oft der Witterungscharakter des gesamten Sommers bestimmt.