Hepatitis B (Infektiöse Leberentzündung Typ B)

Unter Hepatitis versteht man eine Entzündung der Leber. Es gibt verschiedene Ursachen für eine Leberentzündung, Auslöser sind häufig Viren. Im Vordergrund stehen dabei fünf Hepatitis-Virustypen, die von A bis E bezeichnet werden und verschiedenen Virusfamilien angehören. Dabei unterscheiden sich die einzelnen Formen in Übertragungsweg, Verlauf und Prognose. Als Standardimpfung wird die gegen Hepatitis B empfohlen. Hepatitis-B-Viren finden sich in Körperflüssigkeiten wie Blut, Sperma, Vaginalsekret und Speichel und werden hauptsächlich bei sexuellen Kontakten übertragen. Jugendliche und junge Erwachsene sind deshalb besonders betroffen. Chronische Verläufe sind nicht selten. Hierbei besteht die Gefahr der Entwicklung einer Leberzirrhose (Leberverhärtung, das heißt das Lebergewebe wird zerstört und durch Narben- und Bindegewebe ersetzt) mit einem erhöhten Risiko für Leberkrebs oder Leberausfallkoma. Die STIKO empfiehlt ab dem vollendeten zweiten Lebensmonat drei Impfungen im Abstand von mindestens vier Wochen in der Regel als Kombinationsimpfstoff, die vierte Impfung sollte dann nach mindestens sechs Monaten ab vollendetem 11. bis 14. Lebensmonat verabreicht werden. Nicht oder nur unzureichend geimpfte Kinder und Jugendliche sollen nachgeimpft werden, nach Möglichkeit spätestens mit 17 Jahren.

Darüber hinaus bestehen eine Reihe weiterer Indikationen für eine Hepatitis-B-Impfung, auch nach Vollendung des 18. Lebensjahrs, zum Beispiel bei beruflicher Exposition, bestimmten chronischen Erkrankungen, risikoreichem Verhalten oder Lebensumständen, als Kontaktpersonen zu an Hepatitis B Erkrankten, als Reiseimpfung und et cetera. Eine Wiederimpfung nach einer Impfung im Säuglings- und Kleinkindalter wird nicht generell empfohlen, kann aber im Einzelfall angezeigt sein.