Thomas Domnick
Sehr geehrte Damen und Herren,
Kunst und Integration
Was ist mir heilig? Im ersten Moment sind es vielleicht Gegenstände, Symbole, ein Buch, ein Bild oder ähnliches. Im Nachdenken fallen einem dann aber bestimmte Situationen ein, Momente, in denen das Leben besonders dicht war. Diese Situationen sind meist mit engen Beziehungen verknüpft, Beziehungen zu Menschen die einem wichtig sind, oder in denen jemand etwas mit auf den Weg gibt. In solchen Situationen muss gar nicht viel gesprochen werden, im Gegenteil, oft sind es Momente des Schweigens, in denen die Stille wirkt.
Solche besonderen Momente der Beziehung mit und zu Menschen erlebe ich auch im Betrachten von Bildern oder dem Hören von Musik. Kunst wirkt und lässt den Augenblick zu einer gemeinsamen Erfahrung all jener werden, die mit hören und betrachten. Kunst berührt uns, ohne Worte haben wir Anteil an einem gemeinsamen Erlebnis mit den Künstlerinnen und Künstlern und den Betrachterinnen und Betrachtern.
Die Veranstaltungsreihe Was ist mir heilig? schafft solche Erlebnisse, besonders auch für Kinder und Jugendliche aus unserer Einrichtung, oder Menschen, die aus anderen Ländern zu uns kommen. Die profunde Kenntnis der deutschen Sprache ist nicht notwendig, es findet kein sprachlicher Austausch statt, die Musik, die Stücke wirken für sich selbst und führen so zu gemeinsamen Erlebnissen.
Die Veranstaltungsreihe in der Karwoche lässt diese selbst zum gemeinsamen Erlebnis werden, über die Religionen hinaus verbindet sie Menschen und ermöglicht Beziehung und bringt so etwas Heiliges in uns zum Schwingen.
Herzlichst Ihr
Thomas Domnick
Vorsitzender des Vorstandes Theresien Kinder- und Jugendhilfezentrum und St. Josephshaus e.V.