Ebola
Ebola oder Ebolafieber ist eine seltene und lebensbedrohliche Infektionskrankheit. Sie gehört zu den viralen hämorrhagischen Fiebererkrankungen (kurz: VHF) und wird durch das Ebolavirus verursacht. Die Erkrankung kann je nach Virus-Typ in 30 bis 90 Prozent der Fälle tödlich verlaufen.
Ebolafieber-Ausbrüche sind bisher ausschließlich in Afrika südlich der Sahara aufgetreten. In der Regel beginnt ein Ausbruch in einem Endemiegebiet mit einer einzelnen Übertragung von Tier zu Mensch durch Kontakt mit infizierten Wildtieren, insbesondere Flughunden und Menschenaffen. Ebenso kann man sich bei der Zubereitung und dem Verzehr von rohem Fleisch wilder Tiere aus betroffenen Gebieten, dem sogenannten Buschfleisch ("Bushmeat"), infizieren. In Deutschland heimische Tiere tragen keine Ebolaviren in sich.
Eine Ansteckung von Mensch zu Mensch kann durch Übertragung des Erregers durch direkten Kontakt mit Blut und anderen Körperflüssigkeiten wie Schweiß, Speichel, Urin oder Stuhl von Erkrankten oder Verstorbenen erfolgen. Eine Übertragung ist auch über kontaminierte Gegenstände möglich. Das Ebola-Virus wird aber nicht durch die Luft übertragen.
Seit der Entdeckung des Ebolavirus 1976 sind vor allem in Zentral- und Ostafrika mehrere Ausbrüche registriert worden. Ein großer Ausbruch 2014/2015 betraf insbesondere westafrikanische Länder und davon ausgehend kam es zu einzelnen Fällen in den USA und Europa.
Für die Bevölkerung in Deutschland und Europa besteht keine Gefahr durch den Ebola-Ausbruch in Afrika. Experten halten eine Ausbreitung von Ebola-Fieber in Europa für ausgeschlossen, obwohl importierte Einzelfälle durch infizierte Reisende zwar unwahrscheinlich, aber möglich sind. Daauf sind die Gesundheitsbehörden mit Unterstützung des Kompetenzzentrums für hochkontagiöse lebensbedrohliche Erkrankungen (kurz: HKLE) vorbereitet.