Neue Wege in Arbeit: Wie der Kreis Offenbach Frauen gezielt in Beschäftigung bringt

Wie können bislang ungenutzte Erwerbspotenziale von Frauen stärker für den Arbeitsmarkt erschlossen werden – und damit zur Fachkräftesicherung beitragen? Diese Frage stand im Mittelpunkt des „Achten Arbeitsmarktpolitischen Impulses“ im benachbarten Kreis Groß-Gerau. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Praxis machten deutlich: Die gezielte Förderung von Frauen ist ein zentraler Baustein für eine zukunftsfähige Wirtschaft.

Aktuelle Projekte und Maßnahmen aus der gesamten Rhein-Main-Region zeigen zudem immer wieder, wie erfolgreich und unterschiedlich die Integration von Frauen in den Arbeitsmarkt gestaltet werden kann. Die Pro Arbeit – Kreis Offenbach (AöR) greift diese Ideen und Ansätze auf und setzt sie vor Ort um. „Mit passgenauen Projekten werden dabei insbesondere Frauen mit erschwertem Zugang zum Arbeitsmarkt – etwa mit familiären Verpflichtungen, fehlender Qualifikation oder Sprachbarrieren – auf ihrem Weg in eine Beschäftigung begleitet“, betont der Erste Kreisbeigeordnete Carsten Müller.

Ein zentrales Beispiel ist die Initiative „Frauen fahren Bus“, die neue Fachkräftepotenziale im Verkehrssektor erschließt und Frauen den Einstieg in Fahrberufe ermöglicht. Für das Projekt hat Hessens Sozialministerin Heike Hofmann die Schirmherrschaft übernommen. Auch im gewerblich-technischen Bereich werden neue Perspektiven eröffnet: Das Projekt „Frau am Steuer“ qualifiziert für Tätigkeiten in Logistik und Industrie, etwa durch den Erwerb von Lkw- und Staplerscheinen in Verbindung mit intensiver Sprachförderung. Ziel ist es, Frauen für Berufe mit hohem Fachkräftebedarf zu gewinnen und ihnen den Zugang zu stabilen, zukunftssicheren Beschäftigungen zu ermöglichen. Mit dem Projekt AWARE werden wiederum Frauen mit besonderem Unterstützungsbedarf angesprochen. Durch Umschulungen, fachliche Qualifizierung und Empowerment-Ansätze entstehen nachhaltige Perspektiven in der Ernährungswirtschaft.

Das Projekt PowGen stärkt gezielt die Arbeitsmarktintegration von Migrantinnen und Migranten. Im Fokus stehen Qualifizierungen und praxisnahe Vermittlungsansätze in Branchen mit besonderem Fachkräftebedarf – insbesondere im Bauwesen, in der energetischen Sanierung und im Bereich erneuerbarer Energien. Eine enge Zusammenarbeit mit Unternehmen aus der Region ermöglicht direkte Übergänge in Beschäftigung.

„Die gezielte und passgenaue Förderung von Frauen ist ein zentraler Schlüssel zur Fachkräftesicherung im Kreis Offenbach. Wir erschließen damit Potenziale, die unsere regionale Wirtschaft dringend braucht“, macht Carsten Müller deutlich. „Die Stärkung der Erwerbsbeteiligung von Frauen ist nicht nur eine Frage der Chancengleichheit, sondern ein entscheidender Faktor für die wirtschaftliche Entwicklung im Kreis Offenbach.“

Mehr über die Pro Arbeit und ihre Projekte gibt es unter www.proarbeit-kreis-of.de