Rohbau in der Endphase

Erweiterung der Gerhart-Hauptmann-Schule in Dreieich-Sprendlingen schreitet sichtbar voran

Der Rohbau für die Erweiterung der Gerhart-Hauptmann-Schule in Dreieich-Sprendlingen ist kurz vor dem Abschluss. Kreisbeigeordneter Alexander Böhn, der Erste Stadtrat Holger Dechert der Stadt Dreieich sowie die Schulleiterin Annette Melms machten sich am Mittwochmorgen bei einem Rundgang über die Baustelle ein Bild vom Fortschritt der Arbeiten auf dem Gelände am Schlesienweg.

„Im Juni folgt der Metallbau und damit der Einbau der Fenster“, wirft Kreisbeigeordneter Alexander Böhn einen Blick voraus. „Bis August wird somit die Gebäudehülle geschlossen sein. Wir sind optimistisch, dass wir den Zeitplan einhalten können. Die Grundschule soll im dritten Quartal 2027 die zusätzlichen Räume beziehen können. Bis dahin werden weiterhin vier Klassenräume im „Haus 2“ auf dem Gelände der Max-Eyth-Schule genutzt.“

„Mit der Erweiterung der Schule nutzen wir die Synergien und investieren als Stadt über zwei Millionen Euro in die Ganztagsbetreuung der Grundschulkinder“, erläutert Erster Stadtrat Holger Dechert. „Somit können wir für die Kinder ein optimales Betreuungsumfeld schaffen, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für die Familien weiter verbessern und den Rechtsanspruch langfristig umsetzen.“

Der Erweiterungsbau bietet auf drei Vollgeschossen Platz für insgesamt acht neue Klassenräume, je einen Musik- und Werkraum sowie eine Bibliothek. Die Gebäudetechnik kommt in einem Staffelgeschoss unter. Für den Ganztagsbetrieb entstehen ein Speisesaal mit angeschlossener Küche sowie großzügige freizeitpädagogische Flächen. Vier Differenzierungsräume ergänzen das Raumkonzept und ermöglichen individuelles Fördern und Lernen. Die Ausstattung mit digitalen Tafeln und flächendeckendem WLAN sorgt für eine zeitgemäße Lernumgebung. Darüber hinaus werden auch die Verwaltungsbereiche der Schule erweitert. Ein barrierefreier Zugang ist durch eine Aufzugsanlage im gesamten Neubau gewährleistet.

Das Gebäude ist in massiver Bauweise errichtet. Die Fassadengestaltung kombiniert insgesamt Klinkerriemchen, eine Alu-Glas-Fensterkonstruktion und Wärmedämmverbundsysteme. Große Fensterflächen sorgen für helle Räume. Auf dem extensiv begrünten Retentionsdach wird eine Photovoltaikanlage installiert, die Strom für den Betrieb einer Wärmepumpe liefert. Beheizt wird das Gebäude über eine Split-Wärmepumpe in Kombination mit einer Nahwärmeleitung aus der Bestandsanlage. Für eine gute Raumluftqualität sorgen moderne Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung. Auch die Außenanlagen werden im Zuge des Projekts angepasst. Die Umsetzung erfolgt während des laufenden Schulbetriebs.“

„Mit der Erweiterung der Gerhart-Hauptmann-Schule schaffen wir nicht nur dringend benötigte Räume, sondern machen die Schule auch fit für den Ganztag – mit einem durchdachten Raumkonzept und nachhaltiger Technik“, führt Alexander Böhn aus. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 17 Millionen Euro, wovon der Kreis Offenbach rund zwölf Millionen Euro trägt. Die Stadt Dreieich übernimmt 2,4 Millionen Euro der anteiligen Kosten für die Betreuung, weitere rund 2,6 Millionen Euro stammen aus Fördermitteln für den Ganztagsausbau.