Wettbewerbsverfahren für Neubau der Pro Arbeit entschieden
Preisgericht kürt Siegerentwurf für neuen Verwaltungsstandort in Dietzenbach
Ein wichtiger Meilenstein für den geplanten Neubau der Pro Arbeit – Kreis Offenbach – (AöR) in Dietzenbach ist erreicht: Das Preisgericht hat im Rahmen eines nicht offenen interdisziplinären Realisierungswettbewerbs die prämierten Entwürfe für den neuen Verwaltungsstandort ausgewählt. Insgesamt hatten 15 Planungsbüros ihre Arbeiten eingereicht.
Mit dem Neubau verfolgt der Kreis Offenbach das Ziel, die bislang auf mehrere Standorte verteilten Bereiche der Pro Arbeit künftig an einem zentralen Ort zusammenzuführen und moderne, zukunftsfähige Arbeitsbedingungen zu schaffen. Gleichzeitig soll der neue Standort die Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit stärken und die Erreichbarkeit für Bürgerinnen und Bürger verbessern. Das Vorhaben gilt darüber hinaus als bedeutender Impuls für die weitere städtebauliche Entwicklung am östlichen Eingang Dietzenbachs.
Der Wettbewerb hatte das Ziel, ein architektonisch hochwertiges, funktionales und nachhaltiges Konzept für den neuen Verwaltungsstandort zu entwickeln. Dabei standen neben der städtebaulichen Einbindung insbesondere Aspekte wie Klimaanpassung, ressourcenschonendes Bauen, Aufenthaltsqualität und flexible Arbeitswelten im Mittelpunkt der Aufgabenstellung. Den Vorsitz des Preisgerichts übernahm der Frankfurter Architekt Professor Zvonko Turkali.
Das Preisgericht zeichnete folgende Arbeiten aus:
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- 1. Preis: Osterwold Schmidt EXP!ANDER Architekten BDA, Weimar, gemeinsam mit WLA Wengemuth Landschaftsarchitektur aus Erfurt
- 2. Preis: puppendahlarchitektur GmbH, Münster, gemeinsam mit Club L94 Landschaftsarchitekten GmbH aus Köln
- 3. Preis: Bieling GmbH Architekten / pape+pape architekten, Kassel, gemeinsam mit Mann Landschaftsarchitektur aus Fulda
Der Siegerentwurf überzeugte die Jury insbesondere durch seine klare städtebauliche Haltung, die sensible Einbindung in den Landschaftsraum sowie die offene und flexible Gebäudestruktur. Hervorgehoben wurden zudem die identitätsstiftende Architektur, die nachhaltige Holzbauweise und die gelungene Verbindung von Innen- und Außenräumen. Die Jury bewertete den Entwurf insgesamt als „einladende Architektur“ mit hoher Zukunftsfähigkeit und großer Aufenthaltsqualität.
Besonders positiv hervorgehoben wurde die kompakte, dreigeschossige Bauweise mit einer markanten Hofstruktur, die sowohl funktionale Anforderungen als auch moderne Arbeitswelten überzeugend miteinander verbindet. Großzügige Sichtachsen, offene Aufenthaltsbereiche und flexibel nutzbare Raumstrukturen schaffen nach Einschätzung der Jury ein kommunikatives und zugleich zukunftsfähiges Verwaltungsgebäude. Auch die sensible Verzahnung von Gebäude, Freiraum und Landschaft sowie die klare architektonische Formensprache trugen maßgeblich zur Entscheidung des Preisgerichts bei.
„Der Wettbewerb hat eindrucksvoll gezeigt, welches Potenzial in diesem Projekt steckt. Mit dem geplanten Neubau entstehen nicht nur moderne und nachhaltige Arbeitsbedingungen für die Mitarbeitenden der Pro Arbeit und der Agentur für Arbeit, sondern wir setzen zugleich ein starkes städtebauliches Zeichen für den Standort Dietzenbach. Der Siegerentwurf verbindet Funktionalität, Nachhaltigkeit und architektonische Qualität auf überzeugende Weise. Gleichzeitig schaffen wir die Voraussetzungen, Beratungs- und Unterstützungsangebote künftig noch stärker unter einem Dach zu bündeln und ein modernes Arbeitsumfeld für die Mitarbeitenden zu entwickeln“, sagt Erster Kreisbeigeordneter Carsten Müller.
Mit der Preisgerichtssitzung ist jedoch noch keine endgültige Entscheidung über die spätere Realisierung getroffen. Im nächsten Schritt wird ein Verhandlungsverfahren durchgeführt. Die drei erstplatzierten Büros erhalten dabei Gelegenheit, ihre Konzepte weiter zu überarbeiten und auf Grundlage der Empfehlungen des Preisgerichts nachzuschärfen. Erst im Anschluss wird entschieden, welches Büro mit der weiteren Planung und Umsetzung beauftragt werden soll.
Geplant ist zudem, die prämierten Wettbewerbsarbeiten zeitnah im Kreishaus öffentlich auszustellen und im Rahmen einer offiziellen Preisverleihung zu würdigen. Damit soll interessierten Menschen die Möglichkeit gegeben werden, die unterschiedlichen Entwurfsideen kennenzulernen und Einblicke in das Wettbewerbsverfahren zu erhalten.