Kreis Offenbach und Frankfurt UAS bauen Partnerschaft aus
Die strategische Partnerschaft zwischen dem Kreis Offenbach und der Frankfurt University of Applied Sciences wird weiter vertieft. Bei der sechsten Beiratssitzung kamen Vertreterinnen und Vertreter des Kreises, der Hochschule, der Kreiskommunen, der Industrie- und Handelskammer Offenbach am Main sowie der Kreishandwerkerschaft Stadt und Kreis Offenbach zusammen, um laufende Projekte und künftige Schwerpunkte der Zusammenarbeit zu beraten.
Seit 2017 arbeiten die Partner unter dem Leitgedanken „Wissenschaft stärkt Wirtschaft“ eng zusammen. Ziel ist es, wissenschaftliche Expertise stärker mit kommunaler Praxis, mit wirtschaftlicher Entwicklung und mit gesellschaftlichen Herausforderungen im Kreis Offenbach zu verbinden. Landrat Oliver Quilling unterstrich die Bedeutung dieser Zusammenarbeit für den Kreis Offenbach. „Die Partnerschaft mit der Frankfurt UAS ermöglicht es uns, wissenschaftliche Erkenntnisse direkt für die Entwicklung unserer Kommunen nutzbar zu machen“, betonte Quilling. „Gerade bei Zukunftsthemen wie Klimaschutz, Digitalisierung oder Fachkräftesicherung profitieren wir von dem engen Austausch zwischen Hochschule, Wirtschaft und Verwaltung.“
Auch Vizepräsidentin Prof. Dr. Susanne Rägle, Vizepräsidentin für Forschung, Transfer und Internationalisierung, hob den Nutzen der Kooperation hervor. „Die Zusammenarbeit mit dem Kreis Offenbach eröffnet unseren Studierenden und Forschenden die Möglichkeit, praxisnah an konkreten Fragestellungen zu arbeiten“, so Rägle. „Gleichzeitig entstehen wertvolle Impulse für Kommunen und Unternehmen in der Region.“
Wie fruchtbar dieser Austausch sein kann, zeigte bereits die Veranstaltung „Wissenschaft trifft Kommune“ im November 2025, bei der Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Verwaltung und kommunaler Praxis darüber diskutierten, wie Forschungsergebnisse stärker in kommunales Handeln überführt werden können. Im Mittelpunkt standen Fragen zur Digitalisierung und Klimaanpassung. Prof. Dr. Tobias Krause diskutierte den Einsatz Künstlicher Intelligenz in der Verwaltung. Prof. Dr.-Ing. Jan Dieterle beleuchtete unter dem Titel „Regenerative Kommunen” die kommunalen Handlungsspielräume im Klimawandel. Aus dem Beirat kam das klare Signal, den direkten Austausch zwischen Hochschule, Kommunen und Wirtschaft weiter auszubauen.
Auch für Unternehmen im Kreis Offenbach bleibt die Kooperation von großer Bedeutung. Das etablierte Format „Brain Breakfast“ soll fortgeführt werden. Es bringt Unternehmen mit Expertinnen und Experten aus Forschung und Wissenschaft zusammen und fördert den Austausch über Innovationen und aktuelle Entwicklungen. Ein weiterer Baustein ist die Karrieremesse „Meet@Frankfurt University“ Ende Mai. Neben der Kreisverwaltung präsentieren sich Unternehmen und Verbände aus dem Kreis an einem Gemeinschaftsstand und knüpfen Kontakte zu Studierenden und den Fachkräften von morgen.
Zudem soll die Verbindung zur europäischen Hochschulallianz U!REKA gestärkt werden. Der Kreis Offenbach ist assoziierter Partner dieser transnationalen Allianz von Hochschulen für Angewandte Wissenschaften, an der auch die Frankfurt UAS beteiligt ist. Dadurch ergeben sich zusätzliche Perspektiven für internationale Projekte, Wissenstransfer und kommunale Innovationen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der engeren Verzahnung von Forschung, Lehre und kommunaler Praxis. Künftig sollen Projektarbeiten von Studierenden zu konkreten Herausforderungen in den Kommunen verstärkt angestoßen werden. Gerade in den Bereichen Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung sehen die Partner großes Potenzial.
Breiten Raum nahm zudem das Thema Fachkräftesicherung ein. Vor allem in den Bereichen Pflege und Soziale Arbeit soll der Austausch zwischen Hochschule, Kommunen und Praxis weiter intensiviert werden. Nach der erfolgreichen Veranstaltung im vergangenen Jahr findet das Format „Zukunft gestalten in Pflege und Sozialer Arbeit” am Mittwoch, 17. Juni 2026, erneut an der Frankfurt UAS statt. Im Mittelpunkt stehen diesmal die digitale Teilhabe und die Frage, wie diese in Pflege und Sozialer Arbeit gelingen kann. Darüber hinaus soll künftig auch die Unternehmensnachfolge stärker in den Blick genommen werden, um Betriebe im Kreis Offenbach bei der langfristigen Sicherung von Know-how und wirtschaftlicher Stabilität zu unterstützen.
Weitere Informationen zur Partnerschaft sind unter www.standortplus.de/Kooperation-Frankfurt-UAS abzurufen.