Elfenbein

Luxusgut und wertvolles Material

Die Kunst der Elfenbeinschnitzerei erlebte seit karolingischer Zeit (751-911) eine Hochblüte. Anregung fand dies durch die Nachbildung der zahlreichen in den Kirchenschätzen vorhandenen spätantiken Werke dieser Art (Beispiel hier die Diptychen).

Diptychen, Buchdeckel, Büchsen, Gefäße, Weihkessel, Kämme oder auch Elfenbeinhörner (Olifante) sind bis in die heutige Zeit gut erhalten. Die fränkisch-karolingische Elfenbeinbildnerei entwickelt große und naturalistische Ausführungen so die Ermordung des Urias am Gebetbuch Karls des Kahlen. Besonders in französischen Kirchen und Museen gibt es zahlreiche Beispiele. Es lassen sich in Deutschland zwei Hauptschulen unterscheiden: eine karolingische am mittleren Rhein verortet und eine ottonische in Sachsen. Die Werke der ersteren heute noch meist im Westen (Aachen, Essen, Bonn) die sehr zahlreichen der letzteren überall in Europa weit verbreitet.