Erweiterung ist in vollem Gange
Neubau an der Goetheschule in Neu-Isenburg liegt gut im Zeitplan
Wer auf der Offenbacher Straße in Neu-Isenburg unterwegs ist, kann die Fortschritte der Arbeiten für die Erweiterung der Goetheschule mitverfolgen. Die Arbeiten im neuen Gebäude kommen gut voran. Seit dem Richtfest vor rund zehn Monaten läuft der Innenausbau auf Hochtouren. Aktuell werden Fliesen gelegt und es erfolgt der Trockenbau. Zusätzlich sind Elektriker, Installateure und der Galabauer vor Ort. Kreisbeigeordneter Alexander Böhn machte sich gemeinsam mit Schulleiter Ralph Hartung am Mittwochvormittag ein Bild vom aktuellen Stand der Baustelle.
„Mit der Erweiterung schaffen wir nicht nur den dringend benötigten zusätzlichen Platz für die aktuell rund 1.300 Schülerinnen und Schüler, sondern auch eine zeitgemäße Lernumgebung, die den pädagogischen Ansprüchen eines großen Gymnasiums gerecht wird“, sagte Kreisbeigeordneter Alexander Böhn. „Die neuen Räume ermöglichen flexible Lernsettings, wodurch sie zusätzlich Team- und Projektarbeit stärken. Mit diesem Neubau gehen wir einen weiteren Schritt hin zu einer modernen Bildungsstätte.“
Das Raumprogramm im Massivbau umfasst insgesamt zwölf Unterrichtsräume, davon elf allgemeine Unterrichtsbereiche und einen Fachraum für Darstellendes Spiel samt Freilichtbühne mit direktem Außenbezug im Erdgeschoss. Fünf der Räume können mit vorgelagerten Funktionsflächen als offene Lernbereiche genutzt werden – ein wichtiger Baustein für individualisierte Lernformen in der Oberstufe. Ergänzt wird das Angebot durch zwei Besprechungsräume. Hinzu kommt eine große Mensa mit rund 150 Sitzplätzen sowie einer eigenen Terrasse und einer Kapazität für bis zu 500 Essen am Tag. Moderne WC-Anlagen, Technikräume, Lagerflächen und ein Stuhllager komplettieren das Gebäude.
Auch in puncto Nachhaltigkeit setzt der Kreis Offenbach auf bewährt hohe Standards: Das flach geneigte Dach wird extensiv begrünt und mit Photovoltaikanlagen ausgestattet, deren Strom unter anderem den Luft-Wärmepumpen zugutekommt. Sämtliche tragenden Wände werden in Sichtbeton mit Holzstruktur ausgeführt. Die Fassade erhält ein Wärmedämmverbundsystem mit Putzoberfläche. Das zweigeschossige Gebäude wird barrierefrei.
Im gleichen Zug werden die Außenanlagen weiterentwickelt und neu geordnet. Dazu zählen unter anderem optimierte Anlieferzonen, verbesserte Feuerwehrzufahrten sowie neue Sport- und Aufenthaltsbereiche, die bereits seit den Herbstferien fertiggestellt sind. Auch die Parkplatzsituation – insbesondere für den Hol- und Bringdienst der Busse der benachbarten Friedrich-Fröbel-Schule (kurz: FFS) – wird deutlich sicherer und übersichtlicher gestaltet. Die FFS erhält 25 zusätzliche Bus- sowie 14 Lehrerparkplätze. Außerdem wird der Pausenhof neugestaltet, inklusive neuer Spiel-, Bewegungs- und Sitzflächen, um einen sicheren und attraktiven Schulbetrieb zu gewährleisten.
Der Erweiterungsbau der Goetheschule soll Ende 2026 in Betrieb gehen. Die Gesamtkosten für den Kreis Offenbach belaufen sich auf rund 15 Millionen Euro.