Europahaus in Dietzenbach soll saniert werden
Der Kreisausschuss hat dem Kreistag empfohlen, den Planungen zur energetischen Sanierung sowie Komplettsanierung der elektrischen Anlagen des Europahauses in Dietzenbach zuzustimmen. Es ist geplant, das Gebäude Wärme zu dämmen, die Fenster zu erneuern und die elektrotechnischen Anlagen auf den neuesten Stand der Technik zu bringen. Zusätzlich soll ein barrierefreier Zugang geschaffen werden.
Das Europahaus in der Offenthaler Straße besteht aus drei Gebäudeteilen: dem Hauptgebäude mit Büroräumen, dem angrenzenden Theatergebäude mit Saal sowie dem separat stehenden, ehemaligen Hausmeisterhaus. Im Zuge der Sanierung wird auf den Außenwänden ein Wärmedämmverbundsystem aufgebracht beziehungsweise erneuert. Zusätzlich erfolgt die nachträgliche Dämmung der Kelleraußenwände. Dazu müssen diese am Haupt- und Theatergebäude freigelegt werden. Auch das die beiden Gebäude verbindende Eingangsgebäude wird energetisch saniert. Zu diesem Zweck werden die Glasfassaden und die Eingangstür erneuert. Zudem wird der Dachaufbau zurückgebaut und inklusive einer Dämmung neu hergestellt. Darüber hinaus erhalten alle Gebäude Kunststofffenster inklusive Rollläden. Die außenliegenden, erdberührten Kellerräume auf der Rückseite des Hauptgebäudes erhalten eine Be- und Entlüftung. Der Heizungskeller wird saniert und abgedichtet. Die Treppen im Eingangsbereich werden im Zuge der Kellerwanddämmung zurückgebaut und durch eine Rampe ersetzt, um einen barrierefreien Zugang zu schaffen. Teilweise werden Sträucher und Pflanzen zurückgeschnitten und nach Abschluss der Bauarbeiten erfolgen neue Bepflanzungen.
Die elektrotechnischen Anlagen aller Gebäudeteile wurden in der Vergangenheit mehrfach erweitert und werden nun komplett auf den aktuellen Stand der Technik gebracht. Währenddessen wird auch der Blitzschutz erneuert und die Warmwasseraufbereitung auf eine dezentrale Lösung umgestellt.
„Mit der nun geplanten Sanierung lösen wir den Sanierungsstau auf, um das Gebäude langfristig nutzen zu können“, so Kreisbeigeordneter Alexander Böhn. Für die gesamte Maßnahme sind rund 3,1 Millionen Euro veranschlagt. Es wird ein Baubeginn noch in diesem Jahr angestrebt.
Das Europahaus wurde im Jahr 1971 als Landschulheim errichtet und befindet sich seit dem Jahr 2002 im Eigentum des Kreises Offenbach. Es dient heute als Hauptsitz der Aktionsgemeinschaft Soziale Arbeit e. V. (kurz: AGS), welche schwerpunktmäßig Jugendhilfe, Gewaltprävention sowie erlebnispädagogische Programme anbietet. Die AGS verwaltet und bewirtschaftet das Objekt eigenständig. Als Eigentümer ist der Kreis für die bauliche Instandhaltung und Instandsetzung zuständig. Zusätzlich sind der Sportkreis Offenbach und die Dezentrale Schule für Erziehungshilfe und Kranke in den Gebäuden untergebracht.