Grundstein für die Drei-Felder-Halle an der Dreieichschule in Langen gelegt

Am Dienstagvormittag legten Landrat Peter Walter, die Erste Kreisbeigeordnete Claudia Jäger und der Geschäftsführer der SKE Schul-Facility-Management GmbH Johannes Huismann gemeinsam mit dem Langener Ersten Stadtrat Klaus-Dieter Schneider symbolisch den Grundstein für den Neubau der Drei-Felder-Halle an der Dreieichschule in Langen. Dort geht es seit Mitte November sichtbar voran, nachdem sowohl die Schulgemeinde als auch die Langener Vereine lange auf den Neubau gewartet haben. Die Halle ist eine von vier Sporthallen an den Schulen im Kreis, die von der SKE GmbH als privatem Partner errichtet werden. Neben dem Projekt in Langen entstehen neue Hallen in Mühlheim, Heusenstamm und Mainhausen. Das Gesamtvolumen liegt bei rund 9,3 Millionen Euro, davon entfallen 3,1 Millionen Euro auf die Halle in Langen.

Derzeit entsteht an der Zimmerstraße eine neue Sporthalle mit einer Fläche von 2.200 Quadratmetern. Durch Trennwände lässt sich die Halle in drei Felder aufteilen und somit von drei Schulklassen gleichzeitig nutzen. Entsprechend sind genügend Geräteräume und Umkleidekabinen eingeplant. Ein elastischer Schwingboden und Prallschutzwände sorgen für das richtige Umfeld beim Sport. Ausgestattet wird die Halle mit den üblichen Sportgeräten, wie beispielsweise Klettertaue, Schaukelringe, Barren und Sprunggeräte. Bodenverankerungen sorgen für die nötige Sicherung der Sportgeräte. Außerdem ist - modernen Trends Rechnung tragend - eine Kletterwand geplant. Ausstattung und Linierung der Halle werden allen Erfordernissen entsprechen, die einen umfassenden Sportunterricht an einem Gymnasium mit Oberstufe ermöglichen. Außerdem ist die Halle für den Vereinssport konzipiert. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Basketball und Tischtennis.

Mit ihrer ansprechenden Architektur fügt sich das knapp 60 Meter lange und 40 Meter breite Gebäude harmonisch in das zum Rand hin leicht ansteigende Gelände ein. Große Glasflächen sorgen für eine natürliche Beleuchtung. Die Heizungsanlage und die sanitären Einrichtungen entsprechen den neuesten Vorgaben und energiesparenden Richtlinien. Im Außenbereich wird südlich der Halle entlang der Wohnanlage an der Wolfsgartenstraße eine 75 Meter lange Laufbahn mit fünf Bahnen sowie einer Weitsprunganlage am östlichen Ende geschaffen. Nördlich und östlich der Halle entstehen ein Kleinspielfeld mit einem Kunststoffbelag, eine Kugelstoßanlage und eine 900 Quadratmeter große Wiese. All diese Außenflächen sind für die Schule reserviert. Im Vorfeld der Baumaßnahme mussten rund 25 Pappeln weichen, um Platz für den Neubau zu schaffen. Nach Abschluss der Arbeiten werden aber 65 neue Bäume und fast 900 Sträucher gepflanzt.

„Dieses Projekt ist ein gutes Beispiel für unser Verständnis von Public-Private-Partnership“, erklären der Landrat und die Baudezernentin. „Anfang November haben wir mit der Firma SKE GmbH den Vertrag über die Errichtung von vier Sporthallen unterzeichnet. Rund drei Monate später sind die notwendigen Vorarbeiten erbracht und alle Projekte im Bau. Diese zügige Abwicklung ist ein großes Plus.“

„Um unseren Auftrag „Schlüsselfertige Erstellung von insgesamt vier Sporthallen“ zu erfüllen“, erläutert Johannes Huismann, „haben wir eine Arbeitsgemeinschaft mit der Bauunternehmung Ehrenfels GmbH gegründet. Unsere partnerschaftliche Zusammenarbeit mit dem Kreis Offenbach bei unserem PPP-Schul-Projekt ist ein Erfolg. Daher haben wir auch gerne die Aufgabe mit dem Bau der Hallen übernommen. Während der Bauphase werden bis zu 250 Leute im Einsatz sein, davon etwa zehn Subunternehmer. Wir hoffen auf eine rege Beteiligung an den Ausschreibungen, speziell der lokalen Firmen.“

„Damit eine Sporthalle entsteht, die auch die Belange der Langener Sportvereine erfüllt, haben wir uns für den Einbau einer Tribüne für 165 Zuschauerinnen und Zuschauer eingesetzt“, sagt der Erste Stadtrat Klaus-Dieter Schneider. „An den Kosten dafür beteiligen wir uns mit rund 65.000 Euro. Außerdem werden wir etwa ein Drittel der jährlichen Betriebskosten tragen. Eine ähnliche Vereinbarung gibt es ja bereits für das Sportzentrum Nord. Hier trägt die Stadt zwei Drittel und der Kreis ist mit einem dabei.“

„In Langen wird jetzt ein Projekt verwirklicht, auf das in Langen zahlreiche Kinder, Eltern und Vereinssportler schon viele Jahre gewartet haben“, so Landrat Peter Walter, die Erste Kreisbeigeordnete Claudia Jäger und der Erste Stadtrat Klaus-Dieter Schneider zum Abschluss. „Die Bauzeit beträgt insgesamt 18 Monate. Die Einweihung ist für Sommer 2007 terminiert.“