Holzmodulbauten lösen Raumprobleme
Fünf Schulen profitieren aktuell von der Lösung
Mit Holzmodulbauten kann der Kreis Offenbach innerhalb kurzer Zeit auf Raumengpässe an Schulen reagieren. In den letzten Monaten wurden insgesamt fünf dieser Neubauten in Betrieb genommen. Landrat Oliver Quilling und Kreisbeigeordneter Alexander Böhn haben sich am Dienstagvormittag an der Hermann-Hesse-Schule in Obertshausen ein Bild des dortigen Gebäudes gemacht. Gleichzeitig übergab Landrat Oliver Quilling einen Scheck in Höhe von 250 Euro an den Schulleiter der Kooperativen Gesamtschule, Alexander Burkart. Anlass dafür ist das 50-jährige Jubiläum der Hermann-Hesse-Schule.
Auf dem Schulgelände „Im Hasenwinkel“ stehen nun sechs neue Klassenräume in einem zweigeschossigen Holzmodulbau zur Verfügung. Der Bauantrag wurde im Juni 2024 gestellt und bereits zwei Monate später konnten die Arbeiten beginnen. Seit Mai dieses Jahres nutzt die Hermann-Hesse-Schule die zusätzlichen Räume.
Auch an den anderen Schulen ging es in ähnlichem Tempo voran. Die Baugenehmigungen für die eingeschossigen Erweiterungen der Matthias-Claudius-Schule in Heusenstamm–Rembrücken, der Goetheschule in Mühlheim sowie der zweigeschossig erweiterten Wilhelm-Busch-Schule in Rodgau–Jügesheim wurden im Februar 2024 beantragt. Im November 2024 erfolgten dann die Inbetriebnahmen der jeweils holzfarbenen Gebäude. Die beiden Grundschulen in Rembrücken und Mühlheim verfügen über jeweils zwei neue Klassenräume. An der Grundschule in Jügesheim sind jeweils zwei zusätzliche Klassen- und Betreuungsräume sowie ein Büro für die Schulsozialarbeit entstanden. Mit Beginn des Schuljahres hat die Ludwig-Uhland-Schule in Neu-Isenburg–Gravenbruch die aufgestockte Etage des Holzmodulbaus bezogen. Insgesamt stehen nun sechs Klassen-, vier Gruppenräume, ein Büro für die Schulsozialarbeit, ein Raum als Lernlandschaft sowie ein weiterer Büroraum in dem leuchtend grünen Bau mit Schriftzug der Schule zur Verfügung.
„Diese Beispiele zeigen, wie unterschiedlich die Lösungen an den Schulen aussehen können“, sagt Landrat Oliver Quilling. „Je nach Anforderungen und Gegebenheiten vor Ort können wir mit Holzmodulbauten auf steigende Schülerzahlen reagieren.“
„Darüber hinaus ist diese Bauweise auch besonders ökologisch“, führt Kreisbeigeordneter Alexander Böhn aus. „An der Ludwig-Uhland-Schule konnten wir beispielsweise eine CO₂-Reduzierung von 136 Tonnen bei zusätzlichen 320 Quadratmeter Nutzfläche zu herkömmlichen Bauweisen erreichen.“
Insgesamt hat der Kreis Offenbach etwa 10,9 Millionen Euro in diese fünf Maßnahmen investiert. Ein weiterer Holzsystembau ist an der Heinrich-Heine-Schule in Dreieich–Sprendlingen geplant.