Frauen fahren Bus: Neue Perspektiven für Frauen und Verkehrsunternehmen

Aktionstag des Kreises Offenbach bringt Frauen und Arbeitgeber zusammen

Wie gelingt der Einstieg in den Fahrberuf? Welche Qualifizierungen sind notwendig? Und welche beruflichen Perspektiven bietet der öffentliche Personennahverkehr für Frauen? Antworten auf diese Fragen gab der Aktionstag „Frauen fahren Bus“ am Mittwoch auf dem Freigelände der Willy-Brandt-Halle in Mühlheim. Rund 250 interessierte Frauen nutzten die Gelegenheit, mehr als 20 Verkehrsunternehmen, Bildungspartner und weitere Akteure kennenzulernen und sich über Einstiegsmöglichkeiten, Qualifizierung und Förderung zu informieren.

Dabei blieb es nicht bei der Theorie: Busse, Fahrsimulatoren und Mitfahrmöglichkeiten boten Gelegenheit, den Fahrberuf selbst zu erleben. Gleichzeitig konnten die Besucherinnen mit Busfahrerinnen, Verkehrsunternehmen, Fahrschulen und Beratungsstellen ins Gespräch kommen und konkrete Fragen zu Ausbildung, Quereinstieg und Beschäftigung klären. Viele Besucherinnen bedankten sich ausdrücklich für die Möglichkeit, den Fahrberuf auf diese Weise praktisch kennenzulernen und direkte Einblicke zu erhalten.

„Wir wollen Frauen nicht nur über berufliche Möglichkeiten informieren, sondern ihnen ganz konkret die Chance geben, neue Berufsfelder kennenzulernen und mit potenziellen Arbeitgebern ins Gespräch zu kommen“, sagt der Erste Kreisbeigeordnete Carsten Müller. „Gleichzeitig brauchen unsere Verkehrsunternehmen dringend Fachkräfte. Wenn es gelingt, beide Seiten zusammenzubringen, profitieren die Frauen, die Unternehmen und letztlich die gesamte Region.“
Initiiert wurde der hessenweite Arbeitsmarktimpuls „Frauen fahren Bus“ von der Pro Arbeit – Kreis Offenbach – (AöR), Kommunales Jobcenter. Beim Aktionstag in Mühlheim arbeitete sie eng mit dem Landesverband Hessischer Omnibusunternehmen (LHO) e. V., dem Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) und der Kreisverkehrsgesellschaft Offenbach (kvgOF) zusammen. Unterstützt wurde die Veranstaltung von zahlreichen Verkehrsunternehmen, kommunalen Jobcentern sowie weiteren Partnern aus Bildung, Wirtschaft und Arbeitsmarkt.

Ein weiterer Schwerpunkt war das begleitende Arbeitgeberforum, an dem am Nachmittag rund 60 Gäste teilnahmen. Vertreterinnen und Vertreter aus Verkehrsbranche, Wirtschaft und Arbeitsverwaltung diskutierten, wie Frauen gezielter für den Fahrdienst gewonnen, geeignete Rahmenbedingungen geschaffen und Qualifizierungs- und Fördermöglichkeiten besser miteinander verzahnt werden können.

Eröffnet wurde das Forum von Staatssekretärin Manuela Strube aus dem Hessischen Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales. Sie nahm stellvertretend für Ministerin Heike Hofmann teil, die die Schirmherrschaft über den Arbeitsmarktimpuls übernommen hatte.

Für den Kreis Offenbach zeigt der Aktionstag, wie wichtig es ist, berufliche Potenziale gezielt zu erschließen und Unternehmen bei der Suche nach Personal zu unterstützen. Die Pro Arbeit – Kreis Offenbach – (AöR) übernimmt dabei eine verbindende Rolle. „Fachkräftesicherung ist eine gemeinsame Aufgabe. Mit ‚Frauen fahren Bus‘ zeigen wir, wie aus der Zusammenarbeit konkrete Chancen für Frauen und Unternehmen entstehen können“, betont Carsten Müller.

Der Kreis Offenbach und die Pro Arbeit – Kreis Offenbach – (AöR) danken allen beteiligten Verkehrsunternehmen, Verbänden, Arbeitsmarkt- und Bildungspartnern sowie den mitwirkenden kommunalen Jobcentern für ihre Unterstützung und ihr Engagement.

Die Kontakte und Erfahrungen aus dem Aktionstag sollen nun weiter genutzt werden. Ziel ist es, mehr Frauen für den Fahrdienst zu gewinnen und konkrete Wege in Qualifizierung und Beschäftigung zu eröffnen.