Im November startet Behördenrufnummer D115 im Kreis

Zunächst zweijährige Pilotphase

Der Kreis Offenbach wird Anfang November 2011 an das bundesweite D115-Netz angeschlossen. Der Kreistag hat in seiner Sitzung am vergangenen Mittwoch grünes Licht für eine Pilotphase von zwei Jahren gegeben. Beschlossen wurde die Unterzeichnung einer öffentlich-rechtlichen Vereinbarung mit dem Servicecenter in Frankfurt am Main. Die Kosten belaufen sich auf 60.000 Euro im ersten Jahr, für die Kosten im zweiten Jahr wird eine aufkommensorientierte Rechnungsstellung angestrebt. „Mit dem Beschluss der öffentlich-rechtlichen Vereinbarung sind jetzt die Weichen für die D115 im Kreis gestellt“, freut sich Landrat Oliver Quilling. „Wir werden damit der erste Kreis in Deutschland sein, der flächendeckend die D115 eingeführt hat.“
 
Über die D115 können die Bürgerinnen und Bürger die 100 häufigsten Fragestellungen mit Verwaltungen klären. Dabei muss nicht vorab überlegt werden, ob die Antwort aus dem Rathaus oder Kreishaus kommen sollte. Beantwortet werden beispielsweise Fragen zum Einwohnermeldewesen ebenso wie zur Zulassung eines Kraftfahrzeuges.
 
Ende des Jahres 2006 hatte die Bundesregierung beschlossen, das Projekt Behördenrufnummer D115 schrittweise in der Bundesrepublik Deutschland einzuführen. Inzwischen hat sich auch der Deutsche Landkreistag verpflichtet, die D115 bis 2019 flächendeckend umzusetzen. Der Pilotversuch mit den ersten Regionen wurde im März 2009 gestartet. Seit März des vergangenen Jahres wickelt das Servicecenter der Stadt Frankfurt am Main die Anrufe auf der D115 für Offenbach und die Vorwahl-Randbereiche - wie beispielsweise Neu-Isenburg und Bad Vilbel - ab.

„Daher haben wir uns unter Kostengesichtspunkten entschieden, die zweijährige Pilotphase über das Servicecenter in Frankfurt abzuwickeln“, erläutert Landrat Oliver Quilling. „Gleichzeitig rückt mit dieser Zusammenarbeit die Metropolregion Frankfurt Rhein-Main wieder ein Stück zusammen.“