Richtfest an der Gerhart-Hauptmann-Schule in Dreieich-Sprendlingen
Die Erweiterung der Gerhart-Hauptmann-Schule in Dreieich-Sprendlingen kommt gut voran. Am Dienstag wurde Richtfest gefeiert. Ulrich Wagner von der CNK Planungsgesellschaft mbH sprach in Anwesenheit von Kreisbeigeordnetem Alexander Böhn, Dreieichs Bürgermeister Martin Burlon und Schulleiterin Annette Melms sowie weiteren Gästen den traditionellen Richtspruch. Im Anschluss nutzten sie die Chance, sich gemeinsam ein Bild vom aktuellen Baufortschritt zu machen. Aktuell findet die Rohinstallation der technischen Gewerke statt. Zusätzlich werden Fenster und Außentüren eingebaut. Ebenso wurde mit dem Estrich und der Dachabdichtung begonnen. Schülerinnen und Schüler traten mit Gesang und Tanz auf.
Der Erweiterungsbau bietet auf drei Vollgeschossen Platz für insgesamt acht neue Klassenräume, je einen Musik- und Werkraum sowie eine Bibliothek. Die Gebäudetechnik kommt in einem Staffelgeschoss unter. Für den Ganztagsbetrieb entstehen ein Speisesaal mit angeschlossener Küche sowie großzügige freizeitpädagogische Flächen. Vier Differenzierungsräume ergänzen das Raumkonzept und ermöglichen individuelles Fördern und Lernen. Die Ausstattung mit digitalen Tafeln und flächendeckendem WLAN sorgt für eine zeitgemäße Lernumgebung. Darüber hinaus werden auch die Verwaltungsbereiche der Schule erweitert. Ein barrierefreier Zugang ist durch eine Aufzugsanlage im gesamten Neubau gewährleistet.
„Mit der Erweiterung schaffen wir nicht nur dringend benötigte Räume, sondern setzen auch ein klares Zeichen für hochwertige Bildung und gute Rahmenbedingungen im Grundschulbereich“, sagte Kreisbeigeordneter Alexander Böhn. „Gleichzeitig machen wir die Schule fit für den Ganztag – mit einem durchdachten Raumkonzept und nachhaltiger Technik.“
„Im Schulterschluss mit dem Kreis ist es gelungen, innovative und flexible Betreuungsflächen in den Erweiterungsbau zu integrieren, um die Dreieicher Kinder ganztags in einer ansprechenden und zeitgemäßen Umgebung zu betreuen“, sagt Bürgermeister Martin Burlon. „Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist ein wichtiger Standortfaktor für die Menschen, die hier leben und die Unternehmen, die hier angesiedelt sind. Dafür setzen wir uns ein und investieren wir.“
Das Gebäude ist in massiver Bauweise errichtet. Die Fassadengestaltung kombiniert insgesamt Klinkerriemchen, eine Alu-Glas-Fensterkonstruktion und Wärmedämmverbundsysteme. Große Fensterflächen sorgen für helle Räume. „Auf dem extensiv begrünten Retentionsdach wird eine Photovoltaikanlage installiert, die Strom für den Betrieb einer Wärmepumpe liefert“, führte Alexander Böhn weiter aus. „Beheizt wird das Gebäude über eine Split-Wärmepumpe in Kombination mit einer Nahwärmeleitung aus der Bestandsanlage. Für eine gute Raumluftqualität sorgen moderne Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung. Auch die Außenanlagen werden im Zuge des Projekts angepasst. Die Umsetzung erfolgt während des laufenden Schulbetriebs.“
Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 17 Millionen Euro, wovon der Kreis Offenbach rund zwölf Millionen Euro trägt. Die Stadt Dreieich übernimmt 2,4 Millionen Euro der anteiligen Kosten für die Betreuung, weitere rund 2,6 Millionen Euro stammen aus Fördermitteln für den Ganztagsausbau. Die Erweiterung soll im dritten Quartal 2027 in Betrieb gehen.