Waldbrand bei Hainstadt

Am Mittwoch 29. Juli 2026 gegen 16:00 Uhr wurde die Feuerwehr Hainburg zu einer Rauchentwicklung auf die L3416 zwischen Hainburg und Obertshausen alarmiert. Bereits auf der Anfahrt war eine große Rauchsäule weithin sichtbar.

Bei der Erkundung wurde die Feuerwehr durch einen Polizeihubschrauber unterstützt. Nach den ersten Erkundungen durch den Einsatzleiter wurde das Alarmstichwort erhöht und Kräfte aus dem gesamten Kreis Offenbach hinzugezogen. Zu Spitzenzeiten waren rund 200 Einsatzkräfte aus dem gesamten Kreisgebiet sowie aus angrenzenden Städten und Nachbarkreisen eingesetzt.

Rund 26.000 Quadratmeter Wald standen in Flammen, das Feuer zog bereits in die Baumwipfel und erreichte Flammenlängen von mehreren Metern. Die Einsatzstelle wurde in mehrere Einsatzabschnitte aufgeteilt. Das Feuer wurde von mehreren Flanken bekämpft, dadurch konnte das Feuer von den Einsatzkräften unter Kontrolle gebracht und ein weiteres ausbreiten verhindert werden.

Eine besondere Herausforderung war die Versorgung der Feuerwehrkräfte mit Löschwasser. Da in diesem Bereich keine direkte Entnahme über das Hydrantennetz möglich war. Großtanklöschfahrzeuge sowie Sondereinheiten aus den umliegenden Landkreisen stellten eine Löschwasserversorgung über einen sogenannten „Pendelverkehr“ sicher. Hierfür wurde eine Entnahme aus dem Hydrantennetz in Hainburg vorbereitet und mit Fahrzeugen mit einem Fassungsvolumen von 5.000 bis 10.0000 Liter in die Abschnitte verbracht. Die Einsatzkräfte wurden aufgrund der sommerlichen Temperaturen regelmäßig ausgetauscht.

In der Nacht zum Donnerstag wurde ein Kreisregner System aufgebaut, um eine Ausbreitung des Feuers in der Nacht zu verhindern. Bereits in den frühen Morgenstunden rückten erneut rund 150 Einsatzkräfte an und nahmen die Brandbekämpfung, sowie das Ablöschen von Glutnestern wieder auf.