Gasmangellage
Die Gasversorgung in Deutschland ist stabil. Die Versorgungssicherheit ist gewährleistet. Die Bundesnetzagentur schätzt die Gefahr einer angespannten Gasversorgung in einem normal kalten Winter mittlerweile als gering ein.
Die Gasflüsse nach Deutschland sind stabil und ausgeglichen.
Aktuelle Lage der Gasversorgung: Bundesnetzagentur - Aktuelle Lage Gasversorgung
Hinweise zur Brandgefahr und Kohlenmonoxidvergiftungen
Durch den länger andauernden Ausfall der Wärmeversorgung und einen zunehmenden Mangel an Brennstoff für Gasheizungen könnten Teile der Bevölkerung, vor allem in Ballungsräumen versuchen, stillgelegte Feuerstätten für Festbrennstoffe wieder in Betrieb zu nehmen oder unsachgemäße Feuerstätten zu errichten und diese mit wild abgeholzten oder feuchten Hölzern, brennbarem Müll oder Baustoffen zu befeuern.
Dadurch müssen in der Folge mit einem erhöhten Aufkommen an Bränden, Verpuffungen und Kohlenmonoxidvergiftungen gerechnet werden.
Dies kann zu schweren gesundheitlichen Schäden bis hin zum Tod führen!
Hinweise zu Frostschäden in der Hauswasserinstallation
Bei vorübergehend unbewohnten Häusern, die nicht beheizt werden können, muss das Wasser aus den Heizungsanlagen entleert werden und die Trinkwasserzufuhr abgestellt und die Rohre ebenfalls entleert werden.
Andernfalls drohen hier Schäden an der Hauswasserleitung.
Hinweise zu alten und kranken Menschen in häuslicher Pflege
Lokalisierung
• Wo leben zu Hause versorgte Pflege und Hilfsbedürftige Menschen und welche Versorgungsbedürfnisse haben sie?
Unterkühlung (Hypothermie)
• Vor allem Menschen mit Vorerkrankungen des Herzens sind besonders gefährdet sowie ältere Menschen, deren Wärmeregulationsfähigkeit eingeschränkt ist. Eine Unterkühlung kann unter anderem zu einem Herz-Kreislaufversagen und in Folge dessen zum Tod führen.
Einschränkungen bei der häuslichen Versorgung
• In einer Gasmangellage können aufgrund erhöhtem Krankheitsaufkommens, professionelle Dienstleistungen eingeschränkt sein, wie Kranken- und Pflegedienste, Menübringdienste, Apothekenlieferservice, (Kranken-) Fahrdienste, zum Beispiel zum Dialysezentrum auf die oft Pflege und Hilfsbedürftige Menschen angewiesen sind.
Hinweise zu frühzeitigen Informationen und Warnung der Bevölkerung
Frühzeitige Maßnahmen werden im Bedarfsfall ergriffen, um den Bürgerinnen und Bürgern mittels entsprechender Informationen, Verhaltenshinweise und Selbsthilfemaßnahmen zu vermitteln.
• Informationen über die Warn-Apps im MoWaS-Verbund. (NINA, Web App Kreis Offenbach, KATWARN, Hessen-Warn)
• Informationen hier über unsere Internetseite.
• Informationen in gezielter Form durch den Einsatz von Lautsprecherfahrzeugen.
Es ist damit zu rechnen, dass durch das Informationsbedürfnis der Bevölkerung die Leitungen der Notrufnummern 112 für Feuerwehr und Rettungsdienst sowie 110 für die Polizei zu überlasten drohen.
Bitte benutzen Sie die Notrufnummern nur für akute Notfälle und nicht für Nachfragen!
Eine weitere Beratungsmöglichkeit erhalten Sie über das Bürgerinformationstelefon (Bürgerberatung (Bürgerservice) / Kreis Offenbach).
Bei einem möglichen Stromausfall in Folge einer Gasmangellage, welcher großflächig als auch langanhaltend andauern kann, werden die Katastrophenschutzleuchttürme als Anlaufstelle für die Bevölkerung aktiviert.