Regenbogenflagge weht zum „Pride Month“
Der Kreis Offenbach hisst am Montag, 1. Juni 2026, erneut die Regenbogenfahne vor dem Kreishaus in Dietzenbach – als sichtbares Bekenntnis zum Pride Month und als Geste gegen Diskriminierung queerer Menschen. Die Beflaggung erfolgt rund 14 Tage nach dem Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie (IDAHOBIT). Sie steht in direktem Zusammenhang mit dem Bekenntnis des Kreises Offenbach zu Antidiskriminierung und gesellschaftlicher Teilhabe. Demokratie bedeutet Schutz und Sichtbarkeit für alle. Queere Menschen sind nach wie vor Anfeindungen ausgesetzt, deshalb setzt sich der Kreis dafür ein, Zivilcourage zu zeigen und füreinander einzustehen.
Die Regenbogenfahne gilt seit 1978 als parteipolitisch neutrales Symbol für sozialen Frieden, Gleichstellung und Antidiskriminierung. Der Pride Month geht auf konkrete historische Ereignisse zurück. Das Stonewall Inn in der New Yorker Christopher Street war in den 1960er Jahren ein zentraler Treffpunkt für Menschen aus der LGBTQ-Community – in einer Zeit, in der Homosexualität in den USA als Straftat galt und dem Lokal zudem die Lizenz für den Alkoholausschank fehlte. In der Nacht vom 28. Juni 1969 leisteten Barbesucher und Passanten bei einer Razzia erstmals organisierten Widerstand: Sie drängten Polizeibeamte mit Menschenketten zurück und setzten der Polizeiwillkür kollektiv etwas entgegen. Die Tumulte dauerten mehrere Stunden und lösten eine Welle weiterer Proteste und Kundgebungen gegen Diskriminierung aus.