Wassernotstand aufgehoben

Versorgung ist wieder stabil

Der Wasserverbrauch im Versorgungsgebiet des ZWO in Stadt und Kreis Offenbach ist seit dem Wochenende deutlich gesunken. Der Ferienbeginn, die Unterstützung der Bevölkerung, weniger Wasser zu verbrauchen, und die zurückgehenden Temperaturen lassen eine weitere Normalisierung der Lage in den nächsten Tagen erwarten. Auch die vom ZWO operativ ergriffenen Maßnahmen leisten ihren Beitrag zur Entspannung der Versorgungslage. Der ZWO hat deshalb heute den Wassernotstand aufgehoben. Die Trinkwasserampel wurde auf Gelb zurückgesetzt.

Offenbachs Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke und der Landrat des Kreises Offenbach, Oliver Quilling, bedanken sich bei der Bevölkerung für die Unterstützung: „Wasser ist eine endliche Ressource. In den zurückliegenden Tagen standen wir an der Grenze unserer Fördermöglichkeiten, weil diese außergewöhnliche und extreme Witterung zu einem Allzeithoch im Verbrauch geführt hat. Die Förderanlagen liefen bei großer Hitze unter Höchstlast. Dank der Unterstützung der Bevölkerung und kurzfristigen Zusatzlieferungen von anderen Versorgern gelang es dem ZWO, die Versorgung auch zu den Tagesspitzen aufrecht zu erhalten. Jetzt gilt es mit Blick in die Zukunft, den ZWO darauf auszurichten, dass wir auch künftig gut durch solche Lagen kommen können. Zugleich ist es wichtig, dass alle Menschen dauerhaft jeden Tag sensibel und vernünftig mit diesem Gut umgehen und darauf achten, kein Wasser zu verschwenden“, teilen Schwenke und Quilling mit.

Dass der ZWO weitere Anstrengungen zur Anpassung auf den Klimawandel leisten muss, betonen auch die beiden Verbandsvorsitzenden Peter Freier und Carsten Müller: „Der Verbandsvorstand wird genau analysieren, wie die Strukturen und die technischen Möglichkeiten zur Wasserförderung optimiert werden können, um für ähnliche besondere Lagen in der Zukunft besser gerüstet zu sein. Dazu zählt ein gutes Datenmanagement, um belastbare Prognosen zur Steuerung solcher Lagen zu gewinnen. Aber auch die Produktionskapazitäten müssen entsprechend angepasst werden. Der seit dem 23. Juni amtierende neue Vorstand wird gemeinsam mit der Geschäftsführung die notwendigen Maßnahmen ergreifen“, betonen Freier und Müller.

„Die Strukturen beim ZWO waren über Jahre auf stabile Rahmenbedingungen ausgerichtet. Das hat – wie alle Bürgerinnen und Bürger wissen – in der Vergangenheit auch tadellos funktioniert. Die Kombination aus Klimawandel und Wachstum der Region führt jetzt aber dazu, dass der Verband bei seinen Strukturen den Fokus weg von einer vorwiegend verwaltenden Funktion hin auf echtes Wassermanagement weiterentwickeln muss“, machen Schwenke und Quilling deutlich und betonen: „In dieser Einschätzung sind wir uns mit den Verantwortlichen beim ZWO einig. Wir beide haben in den vergangenen Tagen die Erfahrung gemacht, dass insbesondere auch die heutige Geschäftsführung des ZWO den gleichen Ansatz teilt. Für die sehr gute Zusammenarbeit in dieser kritischen Phase bedanken wir uns bei Geschäftsführer Gerrit Kania und seinem gesamten Team.“

Gerrit Kania leitet seit September 2025 die Geschäftsführung des Versorgers.