"Wirtschaft im Dialog" bringt Unternehmen, Kammern und Politik zusammen
Der Kreis Offenbach hat beim Empfang „Wirtschaft im Dialog“ im Rahmen der Seligenstädter Klosterkonzerte den Austausch zwischen Wirtschaft, Politik und Verwaltung gestärkt. Der Vorsitzende des Kreistags, Volker Horn, begrüßte die rund 100 Gäste am vergangenen Freitag im Winterrefektorium des RegioMuseums.
Die Veranstaltung machte deutlich, welchen Stellenwert persönliche Begegnungen für einen starken Wirtschaftsstandort haben. Zudem standen die Menschen im Mittelpunkt, die den Wirtschaftsstandort Kreis Offenbach prägen. „Unternehmerinnen und Unternehmer investieren, schaffen Arbeitsplätze und bilden aus. Das Handwerk sichert Fachwissen und hält bewährte Fähigkeiten lebendig. Kammern und Kommunen begleiten diesen Weg. Viele weitere Institutionen tragen täglich zu einer starken Wirtschaft bei“, betonte Volker Horn.
Genau diesen Gedanken greift die Veranstaltungsreihe „Wirtschaft im Dialog“ auf. Sie ist ein Gemeinschaftsprojekt von Standort Plus und der Sparkasse Langen-Seligenstadt. Unter dem Dach von Standort Plus arbeiten der Kreis Offenbach, die 13 kreisangehörigen Städte und Gemeinden, die Industrie- und Handelskammer Offenbach am Main sowie die Kreishandwerkerschaft Stadt und Kreis Offenbach seit 2016 zusammen. Ziel ist es, den Wirtschaftsstandort in der Metropolregion FrankfurtRheinMain gemeinsam weiterzuentwickeln und Unternehmen alle Leistungen der Wirtschaftsförderung aus einer Hand zu bieten.
Der Kreis Offenbach kann dabei auf eine starke Ausgangslage bauen. Die Arbeitslosenquote lag im Juni bei 5,8 Prozent und damit unter dem Bundesdurchschnitt von 6,2 Prozent. Der Prognos Zukunftsatlas 2025 bestätigt diese Entwicklung. Der Kreis Offenbach belegt Rang 39 von 400 Kreisen und kreisfreien Städten in Deutschland. Gegenüber 2022 verbesserte er sich um neun Plätze. Damit steigt der Kreis von „Zukunftsklasse 3“ in die „Zukunftsklasse 2“ auf, die für „sehr hohe Chancen“ steht. In Hessen belegt der Kreis Platz fünf.
Volker Horn machte zugleich deutlich, dass gute Kennzahlen kein Selbstläufer sind. Standort Plus werde deshalb konsequent weiterentwickelt. Dazu gehörten eine digital aufgestellte Wirtschaftsförderung, ein Strategiepapier zur Ansiedlung von Rechenzentren, ein eigener LinkedIn-Kanal für Standort Plus sowie weitere Formate zur Fachkräftesicherung. Auch die Zusammenarbeit mit der Frankfurt University of Applied Sciences werde weiter ausgebaut.
Der Empfang bot den Gästen Gelegenheit, bestehende Kontakte zu vertiefen und neue Impulse anzustoßen. Gerade der persönliche Austausch eröffnet oft neue Perspektiven und stärkt verlässliche Partnerschaften. Damit setzte „Wirtschaft im Dialog“ erneut ein Zeichen für die enge Zusammenarbeit von Unternehmen und Kreis.
Im Anschluss an den Empfang besuchten die Gäste das Konzert des Bayerischen Kammerorchesters Bad Brückenau im Kreuzgang des ehemaligen Benediktinerklosters. Das Ensemble unter der Leitung von Sebastian Tewinkel begeisterte das Publikum mit Werken von Richard Strauss, Antonín Dvořák und Modest Mussorgski. Damit fand ein Abend seinen Abschluss, der wirtschaftlichen Austausch und kulturelles Erleben auf besondere Weise miteinander verband.
Weitere Informationen zu den Angeboten von Standort Plus gibt es unter www.standortplus.de.