B 45: Verkehrsversuch am Tannenmühlkreisel endet

Quelle: Hessen Mobil

Projektpartner vereinbaren dauerhafte Verkehrsführung

Nach Abschluss des Verkehrsversuchs am Tannenmühlkreisel ziehen die Projektpartner eine positive Bilanz. Die nach der Sanierung 2024 etablierte neue Verkehrsführung hat die Verkehrssicherheit am bisherigen Unfallschwerpunkt spürbar verbessert. Auch der Verkehrsfluss konnte optimiert werden. Die Änderungen, insbesondere die Ein- und Ausfädel-Spuren auf der Ostseite des Kreisels werden nun in den Bestand überführt und weitere Optimierungen an der Einmündung der Bundesstraße 448 geprüft.

Erkenntnisse aus der Versuchsphase

In der gemeinsamen Schlussevaluation von Hessen Mobil, dem Kreis Offenbach, der Polizei, den betroffenen Kommunen sowie der Hochschule Darmstadt bestätigte sich der positive Eindruck aus dem ersten Jahr des Verkehrsversuchs. Aus Sicht von Hessen Mobil waren während des Versuchs nur wenige Reparaturen an der Straßenausstattung erforderlich; schwerwiegende Unfälle wurden im Zeitraum des Versuchs nicht verzeichnet. Die Polizei bestätigte, dass der einstige Unfallschwerpunkt nun keine Auffälligkeiten in Sachen Unfallhäufigkeit oder -schwere aufweist.

Nach den Änderungen zum Ende der ersten Versuchsphase hat sich auch die Akzeptanz der Verkehrsführung bei Verkehrsteilnehmenden und bei Bürgerinnen und Bürgern der angrenzenden Kommunen sehr positiv entwickelt. Hessen Mobil registrierte in den vergangenen Monaten lediglich eine auf den Kreisel bezogene Beschwerde. Diese bezog sich auf späte Spurwechsel von Verkehrsteilnehmenden in der Zufahrt von der B 448 in den Kreisel. Vonseiten des Kreises Offenbach wurde nach der Verlängerung ebenfalls von nahezu keinen Rückmeldungen mehr berichtet. Insbesondere innerhalb der Ortsdurchfahrt Hainburg hat sich die Belastung durch Rückstaus vom Kreisel deutlich verringert, berichteten Vertreter der Kommune.

In der Schlussevaluation wurde zugleich deutlich, dass es auch weiterhin Herausforderungen im Gesamtsystem gibt: Rückstaus von der A 3 treten nach Einschätzung der Polizei weiterhin sehr häufig auf. Abmildern oder gar verhindern lassen sich diese durch Änderungen im Bereich von B 45 und Kreisel aber nicht. An der Einmündung der B 448 in den Kreisverkehr soll dagegen geprüft werden, welche Optimierungen möglich und sinnvoll sind. Ziel ist, sehr späte und oftmals plötzliche Spurwechsel vor der Kreiseleinfahrt zu unterbinden, um so das Unfallrisiko zu mindern.

Der Kreis Offenbach wird das zuständige Regierungspräsidium Darmstadt darüber informieren, dass der Verkehrsversuch in den Bestand überführt werden soll. Hessen Mobil stellt hierfür die Protokolle und Ergebnisse zur Verfügung. Im nächsten Schritt wird eine bauliche Umsetzung nach Straßenverkehrsordnung vorbereitet.

Zusammenfassung Projektverlauf

Der Verkehrsversuch am Tannenmühlkreisel startete mit der Freigabe des sanierten Knotenpunktes am 30. Juli 2024. Die wesentlichen Neuerungen bestanden in einer gezielten Wegnahme der zweiten durchgehenden Kreisel-Fahrspur und der Einführung von Ein- und Ausfädelzonen an den Ein- und Ausfahrten von und zur B 45 (FR Hanau) und der L 3416. Nach einer ersten mehrmonatigen Versuchsphase wurden im Dezember 2024 weitere Änderungen an der Verkehrsführung vorgenommen, die spürbare Entlastung bei Verkehrsspitzen brachten. Nach Beschluss der Projektpartner bis zum 31. März 2026 verlängert. Die abschließende Auswertung und Abstimmung zum Ende des Versuchs erfolgte Anfang Juli 2026.

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