Großformatige Wandmalerei macht das Element Luft sichtbar

Quelle: Mit Unterstützung von KI erstellt

Eine Fassade in Neu-Isenburg bekommt ein neues Gesicht. Der ukrainische Mural-Künstler Viacheslav Balabaiev gestaltet die Wand in der Alicestraße 111 zum Element Luft. Die Arbeit gehört zu „Mensch, Natur, Zusammenhalt – ENSO“, dem Beitrag des Kreises Offenbach zur World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026. Eine eigenständige Soundinstallation von Lasse-Marc Riek greift dasselbe Thema im Baum gegenüber akustisch auf.

„Mit ENSO bringen wir Kunst bewusst an Orte, die zum Alltag der Menschen gehören. Die Wandmalerei in Neu-Isenburg richtet den Blick auf etwas, das ständig um uns ist und doch kaum wahrgenommen wird“, betont Landrat Oliver Quilling. „Die Luft verbindet unser unmittelbares Lebensumfeld mit einer Verantwortung, die weit über den Augenblick hinausreicht.“

Balabaiev gehört zum Frankfurter Graffiti- und Mural-Team Farbaholix, das auf großformatige Wandgestaltungen spezialisiert ist. Sein Werk in Neu-Isenburg steht unter dem Motto „Another World is Possible“. Das Motiv verbindet die Gegenwart mit einem Blick über den Augenblick hinaus. Bäume stehen für natürliche Kreisläufe, die die Lebenszeit des einzelnen Menschen überdauern. An der Fassade wirkte Andreas Graf, Geschäftsführer der Malerbetrieb Graf GmbH, mit.

Einen zweiten Zugang zum Thema schafft Lasse-Marc Riek. Seine Luft-Sound-Installation befindet sich in einem Baum gegenüber der bemalten Fassade. „Zu hören sind Äste im Wind und Atem. Hinzu kommt eine Aufnahme aus dem Inneren eines Baumes. Die Klangarbeit richtet die Aufmerksamkeit auf die akustische Seite eines Elements, das normalerweise unsichtbar bleibt“, erläutert Miruna-Andreea Costa, künstlerische Leiterin von ENSO.

Der Name ENSO steht für „Mensch, Natur, Zusammenhalt“. Die vier Elemente geben den künstlerischen Formaten im Kreis einen gemeinsamen Rahmen. Frankfurt RheinMain trägt 2026 den internationalen Titel World Design Capital. Das Programm versteht Gestaltung nicht allein als Frage der äußeren Form, sondern als Möglichkeit, gesellschaftliche Themen an konkreten Orten erfahrbar zu machen.

Mit der Wandmalerei wird dieser Ansatz im Stadtbild sichtbar. Die Soundinstallation erweitert ihn für die Dauer ihrer Präsentation um eine akustische Ebene. „So setzt ENSO diesen Gedanken in Neu-Isenburg unmittelbar fort“, betont Quilling abschließend.

Weitere Informationen zu „Mensch, Natur, Zusammenhalt – ENSO“ gibt es unter www.kreis-offenbach.de/enso.