Kreis und Jüdische Gemeinde vertiefen Austausch

Landrat Oliver Quilling und Kreisbeigeordneter Alexander Böhn haben Mitte September mit der Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde Offenbach, Nina Gavrilenko, und Rabbiner Mendel Gurewitz über die weitere Zusammenarbeit gesprochen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Integrationsbüros sowie des EUROPE DIRECT Relais Rhein-Main nahmen ebenfalls an dem Treffen teil. Beide Seiten wollen ihren langjährigen Austausch fortsetzen und vertiefen. „Die Verbindung zur Jüdischen Gemeinde ist über viele Jahre gewachsen. Gerade angesichts antisemitischer Vorfälle ist es wichtig, dass wir im Gespräch bleiben und verlässlich an der Seite jüdischen Lebens stehen“, sagte Quilling.

Zum Auftakt besuchte die Gruppe den mobilen Escape Room „Fixing The Boat – Finding Identity“, der im Kreis Offenbach Station machte. Das von SABRA in Trägerschaft der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf entwickelte Angebot vermittelt jüdisches Leben spielerisch und setzt sich mit unterschiedlichen jüdischen Identitäten auseinander. Rund 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben den Escape Room im Kreishaus besucht.

Im anschließenden Gespräch ging es um gemeinsame Projekte zur interreligiösen Begegnung und die Bekämpfung von Antisemitismus. Auch die Folgen des brutalen Terrorangriffs der islamistischen Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 für das Zusammenleben in der Region waren Thema. Kreis und Gemeinde vereinbarten, die Gespräche fortzuführen und neue Vorhaben zu entwickeln. Bei antisemitischen Vorfällen wollen beide Seiten weiterhin eng in Kontakt bleiben.

„Vertrauen entsteht durch persönlichen Austausch und gemeinsames Handeln. Wir schätzen die langjährige Zusammenarbeit mit dem Landrat und dem Integrationsbüro und wollen sie weiter stärken. Antisemitismus dürfen wir nicht erst bekämpfen, wenn er sichtbar wird. Unser gemeinsames Ziel muss es sein, dass Kinder und Jugendliche in der Stadt Offenbach und im Kreis Offenbach mit Respekt, Vielfalt und einem offenen Miteinander aufwachsen“, sagte Gavrilenko.

Der Besuch führte die bestehende Kooperation fort. Kreis und Jüdische Gemeinde wollen jüdisches Leben auch künftig sichtbar machen und Antisemitismus entgegentreten.