Noch keinen Ausbildungsplatz? Ein Einstieg ist auch jetzt noch möglich!

Kommunales Jobcenter ermutigt junge Menschen, die Ausbildungssuche fortzusetzen und Unterstützungsangebote zu nutzen

Das Ausbildungsjahr hat bereits begonnen. Wer bislang noch keinen Ausbildungsplatz gefunden hat, muss deshalb aber nicht automatisch bis zum nächsten Jahr warten. Auch im Herbst sind Ausbildungsstellen noch unbesetzt oder werden kurzfristig wieder frei. Je nach Beruf und Betrieb ist auch nach dem regulären Ausbildungsbeginn noch ein Einstieg möglich.

Nach den zuletzt verfügbaren Zahlen der Bundesagentur für Arbeit waren Ende August 2026 bundesweit noch 116.000 Ausbildungsstellen unbesetzt. Gleichzeitig hatten 102.000 Bewerberinnen und Bewerber weder einen Ausbildungsplatz noch eine Alternative gefunden.

Wer noch keinen passenden Ausbildungsplatz gefunden hat, sollte deshalb jetzt die Suche erweitern. Neben dem Wunschberuf lohnt sich ein Blick auf verwandte Ausbildungsberufe und auf Unternehmen in umliegenden Städten und Gemeinden. Auch Stellenanzeigen mit Ausbildungsstart im August oder September sollten nicht vorschnell abgeschrieben werden. Eine direkte Nachfrage beim Unternehmen kann klären, ob ein späterer Einstieg noch möglich ist. Denn nicht jede kurzfristig frei gewordene Ausbildungsstelle landet sofort in einer Stellenbörse. Neben Online-Angeboten können auch Ausbildungsmessen, Kammerangebote und der persönliche Kontakt zu Betrieben bei der Suche helfen.

Unterstützung bietet die Pro Arbeit – Kreis Offenbach (AöR) sowohl durch das individuelle Jobcoaching als auch mit speziellen Angeboten für junge Menschen. Gemeinsam lässt sich beispielsweise klären, welche Ausbildungsberufe passen, wo noch freie Ausbildungsplätze zu finden sind oder wie Bewerbungsunterlagen verbessert und Vorstellungsgespräche vorbereitet werden können. Je nach persönlicher Situation können ergänzend passende Trainings genutzt werden.

Mit RoOF – Richtig orientiert im Kreis Offenbach bietet die Jugendberufsagentur weitere Unterstützung für junge Menschen. Im Oktober stehen verschiedene Angebote zur Vorbereitung auf die Ausbildungsplatzsuche auf dem Programm. Beim RoOF-Profiling geht es beispielsweise darum, eigene Talente und Interessen zu erkennen und daraus berufliche Perspektiven zu entwickeln.

Nach den Herbstferien folgt das RoOF-Ausbildungscamp. Das bereits mehrfach angebotene Format hat in der Vergangenheit konkrete Erfolge erzielt: Beim vergangenen Camp nahmen 37 junge Menschen teil. Fünf von ihnen erhielten eine Ausbildungszusage, 16 weitere ein Praktikum mit Ausbildungsoption. Gemeinsam mit dem RoOF-Team entwickeln die Teilnehmenden eine persönliche Strategie für ihre Ausbildungsplatzsuche, erstellen Bewerbungen, nehmen Kontakt zu Betrieben auf und bereiten sich auf Vorstellungsgespräche vor.

Auch jetzt lohnt es sich also, weiter nach einem Ausbildungsplatz für dieses Jahr zu suchen und bei interessanten Betrieben direkt nachzufragen. Sollte es mit dem Ausbildungsstart 2026 dennoch nicht mehr klappen, lässt sich die Zeit bis zum nächsten Ausbildungsjahr sinnvoll nutzen. Ein Praktikum kann beispielsweise helfen, einen Beruf und einen Betrieb kennenzulernen, praktische Erfahrungen zu sammeln und Kontakte zu knüpfen. Auch Bewerbungstrainings oder – je nach persönlicher Situation – eine Einstiegsqualifizierung können auf den nächsten Ausbildungsstart vorbereiten.

Gleichzeitig ist es sinnvoll, frühzeitig mit der Suche für 2027 zu beginnen, denn viele Unternehmen besetzen ihre Ausbildungsplätze bereits Monate vorher. Auch Jugendliche, die derzeit noch zur Schule gehen, können sich frühzeitig mit ihrer beruflichen Zukunft beschäftigen. Ab November bietet die Pro Arbeit deshalb ein neues Veranstaltungsangebot für Schülerinnen und Schüler ab 15 Jahren und ihre Eltern rund um die Themen Schule, berufliche Orientierung und Ausbildung an. Dabei geht es unter anderem darum, verschiedene Ausbildungswege kennenzulernen und zu erfahren, welche Ansprechstellen bei den nächsten Schritten helfen können.

Ziel der Pro Arbeit ist es, Jugendlichen und jungen Erwachsenen Wege in eine berufliche Ausbildung zu eröffnen und gleichzeitig Unternehmen dabei zu unterstützen, Nachwuchskräfte zu gewinnen. Manchmal beginnt der Weg in die Ausbildung dabei mit einer einzigen Nachfrage.

Wer Beratung bei der Berufswahl, der Suche nach einem Ausbildungsplatz oder bei der Bewerbung benötigt, kann sich an die Jobcoaches der Pro Arbeit wenden. Auch das RoOF-Team unterstützt junge Menschen auf ihrem Weg in Ausbildung. Informationen zu den Angeboten von RoOF gibt es unter www.roof-kreis-offenbach.de.

Weitere Informationen zu den Beratungs- und Unterstützungsangeboten der Pro Arbeit – Kreis Offenbach gibt es unter www.proarbeit-kreis-of.de.