Sprungziele
Seiteninhalt

Private Aufnahme von Flüchtlingen

Inzwischen haben einige ukrainische Bürgerinnen und Bürger im Kreis Offenbach bei Familienangehörigen oder Freunden privat Zuflucht gefunden. Diese müssen sich bei den entsprechenden Behörden anmelden.

Anmeldung

1. Schritt - Einwohnermeldeamt

Zunächst ist eine Anmeldung im Einwohnermeldeamt des Wohnortes im Kreis Offenbach erforderlich. Dieses händigt eine Meldebescheinigung, die für die weiteren Schritte benötigt wird, aus.

2. Schritt - Ausländerbehörde

Anschließend muss eine Registrierung bei der Ausländerbehörde erfolgen. Dazu ist eine Terminanfrage per E-Mail notwendig. Um das Anliegen schneller bearbeiten zu können, sind folgende Unterlagen - wenn vorhanden - mitzusenden:

    • Scan des Nationalpasses mit den dazugehörigen Seiten, die Eintragungen und Einreise- und Ausreisestempel enthalten
    • Scan sonstiger Personaldokumente, zum Beispiel Personalausweis, Geburtsurkunde, Führerschein, Heiratsurkunde et cetera - gegebenenfalls mit Transliteration und/oder Übersetzung
    • nach Möglichkeit die Anmeldebestätigung des Einwohnermeldeamtes des Wohnortes

Die Ausländerbehörde terminiert die Geflüchteten und händigt eine Terminbestätigung aus. Diese berechtigt zur Beantragung von Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Mit der Terminbestätigung erhalten die Gefüchteten auch eine Fiktionsbescheinigung für die Dauer eines Jahres. Damit ist eine Arbeitsaufnahme unmittel möglich.

3. Schritt - Sozialamt

Bei Bedarf erhalten die Geflüchteten Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Diese umfassen neben der Hilfe zum Lebensunterhalt auch eine Krankenversorgung und wenn nötig Wohnraum. Eine Terminanfrage ist per E-Mail an den Fachdienst SGB XII, Asyl und sonstige soziale Leistungen zu richten.

Ab Juni 2022 greift voraussichtlich eine Neuregelung bei den sozialen Leistungen. Die Geflüchteten aus der Ukraine erhalten dann Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II (SGB II). Im Kreis Offenbach ist die Pro Arbeit - Kreis Offenbach - (AöR) die zuständige Behörde. Es ist notwendig einen vereinfachten Antrag zu stellen. Damit haben die geflüchteten Personen auch einen Anspruch auf eine gesetzliche Krankenversicherung.

4. Schritt - Wohnungssuche

Der Wohnungsmarkt im Kreis Offenbach ist sehr heiß umkämpft. Eine Wohnungen sind inzwischen extra für Menschen, die aus der Ukraine geflüchtet sind, zur Verfügung gestellt worden. Diese Wohnungen vergeben die Rathäuser vor Ort.

Wer zunächst bei Familie, Freunden oder Bekannten untergekommen ist, inzwischen aber eine Wohnung sucht, wendet sich am besten an das Rathaus der Stadt, in der die Person Zuflucht gefunden hat,

Corona

Auch Menschen, die aus der Ukraine in den Kreis geflüchtet sind, haben einen Anspruch auf einen kostenlosen Bürgertest und im Verdachtsfall den Anspruch auf einen PCR-Test. Das Land Hessen bietet eine Übersicht über die Teststellen - auch im Kreis Offenbach.

Wer bereits mit einem Impfstoff wie Sinopharm, Sinovac, Sputnik oder einem anderen Impfstoff geimpft ist, der nicht in der EU zugelassen ist, dem empfiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko) eine erneute Impfserie mit einem hier zugelassenen Impfstoff . Die neue Impfserie soll in einem Mindestabstand von 28 Tagen zur letzten Impfung begonnen werden. Die Impfangebote zur Corona-Schutzimpfung im Impfzentrum Heusenstamm stehen auch den Menschen, die aus der Ukraine geflüchtet sind, offen.

Spendenausgaben

Kein Ergebnis gefunden.