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Kommende EU-Veranstaltungen

Derzeit sind keine Veranstaltungen geplant.

Bisherige Veranstaltungen 2020 und 2021

Klimaplanspiel an der Montessori Schule Mühlheim

Wie soll die Europäische Union ihre Klimaziele erreichen? Die Schülerinnen und Schüler der Montessori Schule schlüpften am 07. Juli 2021 in die Rolle von Politikerinnen und Politikern und diskutierten diese und weitere Fragen. Simon Lindörfer vom Europe Direct Relais Rhein-Main führte mit 20 Schülerinnen und Schülern ein zweistündiges Planspiel durch und befähigte diese zu debattieren und die Aufgaben der Politik kennenzulernen.

Im Planspiel Klima werden die Ausschusssitzungen des Rates der Europäischen Union und des Ausschusses der Regionen simuliert. Im ersten Schritt lernen die Schülerinnen und Schülern die europäischen Institutionen und die Vielfalt der europäischen Regionen kennen. Im zweiten Schritt beschäftigen sich die Schülerinnen und Schülern mit ihren Staaten und Regionen und welche Positionen sie vertreten müssen. Im dritten Schritt debattieren die Schülerinnen und Schülern ihre Positionen, tauschen Argumente aus, schließen Kompromisse und treffen Entscheidungen.

Die Schülerinnen und Schülern der Montessori Schule hatten bereits im Vorfeld die Planspiel-Materialien zugesendet bekommen und konnten sich in ihre Positionen einarbeiten, sodass mehr Zeit für die Diskussion blieb. Zwei Schüler verkörperten die Europäischen Kommission und stellten zu Beginn ihre Vorhaben vor und weshalb die Staaten gemeinsam handeln sollen. Die Kommission möchte ein gemeinsames Stromnetz aufbauen und dafür die Regionen und Mitgliedstaaten gewinnen. Die Mitgliedstaaten trafen sich anschließend in Ländergruppen, in denen sie mit den Regionen das Vorhaben der Kommission diskutierten und Argumente austauschten. In zwei Sitzungen diskutierten die Schülerinnen und Schüler ihre Pläne für den Klimaschutz.

Mit der Methode Planspiel erfahren die Schülerinnen und Schüler spielerisch, welche Herausforderungen eine politische Einigung mit sich bringt, erwerben rhetorische Fähigkeiten und können ihr Verhandlungsgeschick unter Beweis stellen. Das Europe Direct Relais Rhein-Main bietet Einrichtungen neben dem Klima-Planspiel eines zum Thema Asyl an. Die Planspiele können individuell auf die Einrichtung zugeschnitten werden. Kontakt: europe-direct@kreis-offenbach.de

„Der Green Deal: Eine neue Mobilität in Rhein-Main?"

Am 14.7.2021 diskutierten im Rahmen der Reihe der hessischen EUROPE DIRECT Zentren und der Hessischen Staatskanzlei „Und jetzt? Europa – nachhaltig! Digital!“ Expertinnen und Experten aus Politik, Wissenschaft und Praxis zum Thema „Der Green Deal: Eine neue Mobilität in Rhein-Main?“ über Strategien und Vorschläge der EU-Kommission im Bereich nachhaltige Mobilität, wie diese vor Ort bereits umgesetzt werden, welche lokalen Ideen und Konzepte sich in der Planung befinden und auch wie sich die Region in Brüssel einbringen kann. Unter anderem wurde der Radschnellweg zwischen Darmstadt und Frankfurt vorgestellt, sowie die Regionaltangente West, eine geplante S-Bahnlinie zwischen Bad-Homburg und Dreieich, die Verkehrsknotenpunkte entlastet und den Flughafen Frankfurt für viele Menschen in der Metropolregion schneller erreichbar macht. Die Planung der RTW wird unter anderem aus EU-Mitteln gefördert und ist ein praktisches Beispiel für den Nutzen der EU in der Region.

Die TeilnehmerInnen konnten mit den Expertinnen und Experten ihre Ideen austauschen und erfuhren, dass sie sich über die Plattform zur Konferenz zur Zukunft der EU sowie eine aktuelle Konsultation der Generaldirektion MOVE der EU-Kommission mit ihren Ideen einbringen können. Falls Sie mehr über die Veranstaltungsinhalte erfahren möchten, finden Sie die Präsentationen zur Veranstaltung seitlich in einer der blauen Boxen.

Adolf-Reichwein-Schule besucht das Europäische Parlament virtuell

54 Schülerinnen und Schüler aus zwei Gymnasialklassen der Adolf-Reichwein-Schule in Langen nahmen am 23. März 2021 an einem virtuellen Besuch im Europäischen Parlament teil. In einem knapp einstündigen Vortrag stellte Christine Hick vom Besucherdienst in Brüssel zudem die Arbeit und die Aufgaben des Parlamentarier aus 27 Ländern vor.

Per Drohnenflug ging es zunächst für gut eine Viertelstunde durch Abgeordnetenbüros und Parlamentssaal. Danach diskutierten die Schülerinnen und Schüler darüber, was sie mit der EU verbinden. Schließlich wurde näher auf die Institution EU, ihre Organe und deren vielfältige Kompetenzen eingegangen. Am Ende stellte Hicks die verschiedenen Beteiligungsmöglichkeiten der Bürgerinnen und Bürger vor - so zum Beispiel auf das Europe Direct Relais Rhein-Main. Die ungewöhnliche Unterrichtsstunde endete mit einer munteren Fragerunde und zahlreichen spannenden Einwürfen und Anregungen seitens Gymnasiasten. Ein Artikel über den virtuellen Besuch der Reichwein-Schule im Parlament erschien am 21.04.2021 in der Offenbach Post.

Online-Podiumsdiskussion: „Abschied vom Plastik?“

Am Dienstag, den 27. Oktober 2020 fand von 18:00 Uhr bis 19:30 Uhr eine Onlinediskussion zum Thema „Abschied vom Plastik?“ statt. Die Veranstalter der vhs Kreis Offenbach und des Europe Direct Relais Rhein-Main luden dazu vier fachkundige Gäste ein. 30 Personen nahmen an der Veranstaltung teil.

Vier Referenten diskutierten die Podiumsfrage: Bernhard Bauske von der WWF Deutschland, Professor Lars M. Blank von der RWTH Aachen, Sven Weihe von PlasticsEurope Deutschland e.V. und Dr. Robert Gampfer von der Europäischen Kommission. Simon Lindörfer vom Europe Direct Relais Rhein-Main moderierte.

Thematisch ging die Veranstaltung auf die EU-Kunststoffstrategie, die Kreislaufwirtschaft und Innovationen ein. Herr Gampfer stellte zuerst die EU-Kunststoffstrategie dar. Herr Weihe von PlasticsEurope Deutschland e.V. vertrat die Sichtweise der kunststofferzeugenden Unternehmen in Europa. Herr Bauske von der WWF erörterte die ökologischen Probleme des Kunststoffes, während Professor Blank von Innovationen wie Bio-Plastik berichtete.

Die Referenten nahmen Stellung zu den Fragen des Kunststoff-Kreislaufes, der Harmonisierung des Materials und des Müllexportes. Abschließend wurden die Fragen nach den Auswirkungen auf die Corona-Pandemie, Emotionen als Wirkung für die Verbraucher und die Kooperation von UN, EU und den einzelnen Staaten beleuchtet. Anschließend konnten die Bürger und Bürgerinnen weitere Fragen an die Referenten stellen und taten dies rege.

»Xi Jinpings China und die EU«

Am 10. September 2020 referierte Dr. Angela Stanzel von der renommierten Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) über „Xi Jinpings China und die EU“. Der Landrat des Kreises Offenbach, Oliver Quilling, begrüßte die anwesenden Gäste und führte thematisch ein.

Die Wissenschaftlerin, tätig in der Forschungsgruppe Asien, ging in ihrem halbstündigen Referat auf die folgenden Fragen ein: Welche Rolle nimmt die EU in dem Handelsstreit China-USA ein? Welche Rolle spielt die EU für China? Wie könnte eine einheitliche China-Politik der EU aussehen?

Dr. Angela Stanzel thematisierte die Anfänge der Beziehungen zwischen China und der Europäischen Union ein. Die EU-China-Beziehungen begannen offiziell im Jahr 1975. 1978 folgte ein erstes Handelsabkommen. Der Handel ist das wichtigste Thema in den EU-China-Beziehungen. Die EU ist Chinas wichtigster Handelspartner und bei den EU-Importen liegt die Volksrepublik vor den USA als wichtigstem Einfuhrland. Die EU exportiert hingegen deutlich weniger nach China.

Streitpunkte zwischen EU-China sind Demokratiefragen, Rechtsstaatlichkeit und die Menschenrechte. Zunehmend kritisch werden chinesische Investitionen in Bereichen der Infrastruktur und der Hochtechnologie von EU-Mitgliedstaaten gesehen.
Eine gemeinsame europäische Politik gegenüber China fällt aufgrund von Einzelinteressen einzelner EU-Staaten schwer. Auf dem China-Gipfel in Leipzig, der aufgrund von Corona nicht vor Ort stattfinden konnte, sollte im Jahr 2020 daher eine einheitliche EU-Strategie gefunden werden.

Nach dem Vortrag, stellten die anwesenden Bürgerinnen und Bürger zahlreiche Fragen. Vor allem interessierte sie das Vorhaben der Seidenstraße und die Antwort der EU auf dieses Projekt.

„Finanzplätze Frankfurt und London – ein historischer Vergleich“

Am 14. Januar lud das Europe Direct Relais Rhein-Main gemeinsam mit der Europa-Union Deutschland Kreisverband Stadt und Kreis Offenbach e.V. zu seiner Jahresauftaktveranstaltung ein. Rund 40 TeilnehmerInnen folgten der Einladung, darunter auch Thomas Mann, der Landesvorsitzende der Europa-Union und ehemaliger Abgeordneter des Europäischen Parlaments. Nach der Begrüßung durch Landrat Oliver Quilling, der auch gleichzeitig Vorsitzender des Kreisverbandes ist, ging es in medias res mit dem Gastreferenten des Abends, Professor Michael Grote, Vizepräsident an der Frankfurt School of Finance and Management.

Zu Beginn definierte Professor Grote den Begriff Finanzplatz und erklärte anschaulich, wieso sich Banken in hoher Konzentration an einem Ort ansiedeln. Um zu verstehen, warum Frankfurt und London internationale Finanzplätze wurden, beschrieb er die historischen Entwicklungen.

Während Frankfurt eine lange Tradition als Messe- und Handelsstadt aufweisen kann, spielte London als Hauptstadt des Commonwealth und Sitz des Königshauses eine bedeutende Rolle. Frankfurt verlor nach der Gründung des Deutschen Reiches 1871 seine Vorherrschaft an Berlin und konnte erst nach 1955 – dank der US-Amerikaner und der Gründung der KfW in Frankfurt – seinen deutschen Spitzenplatz wiedergewinnen.

Heute ist London neben New York der wichtigste Finanzplatz der Welt. Frankfurt belegt den fünfzehnten Platz in der Rangliste der wichtigsten Finanzplätze.

Der Brexit verringere allerdings die Unterschiede zwischen den beiden Städten. Die Banken Londons verlieren durch den Brexit den Zugang zum Binnenmarkt und somit den EU-Passport, der es Finanzinstitutionen in London erlaubt, überall in der EU ihre Dienstleistungen anzubieten. Daher ziehen die Banken Londons je nach Spezialisierung nach Frankfurt, Dublin, Luxemburg oder Paris. Allerdings sei die Abwanderung aus London überschaubar und London bleibe mit weitem Abstand der führende europäische Finanzplatz.

Nach dem Vortrag stiegen die Gäste noch in eine angeregte Diskussion mit dem Referenten ein. Die TeilnehmerInnen waren an den Auswirkungen des Brexits auf die hiesige Finanzwelt stark interessiert.

„Region FrankfurtRheinMain – Profiteur des Brexits?“

Am 31. Januar verließ Großbritannien die Europäische Union. Das war Anlass für das Europe Direct Relais Rhein-Main zusammen mit der Europa-Union Deutschland Kreisverband Stadt und Kreis Offenbach e.V. zu der Diskussion "Region FrankfurtRheinMain – Profiteur des Brexits?" einzuladen. Rund 40 TeilnehmerInnen folgten der Einladung und folgten einem spannenden Abend über die Frage, wie sich der Brexit auf die Wirtschaft in der Region auswirkt.

Den Abend eröffnete Oliver Quilling, Landrat des Kreises Offenbach, mit einem Grußwort, indem er die Sonderrolle der Rhein-Main Region ansprach. So sehen Experten für den Finanzplatz Frankfurt und die umliegenden Kreise und Städte positive Impulse.

Anschließend stellten drei ReferentInnen in Impulsvorträgen ihre Reaktionen und ihre Auseinandersetzungen mit dem Brexit vor. Yasmine Schritt, Leiterin der Stabsstelle „Brexit“ der Hessischen Staatskanzlei beschrieb, wie das Land Hessen auf den Brexit reagierte und welche Relevanz er für Hessen hat. Eric Menges, Geschäftsführer der FrankfurtRheinMain GmbH International Marketing of the Region, erklärte, wie Standortmarketing funktioniert und wie Unternehmen (insbesondere Banken) von Großbritannien in die Region gelockt werden. Dr. Alfred Kürzinger, Direktor Produktion und F&E der Delta Pronatura Dr. Krauss & Dr. Beckmann KG, erklärte die Auswirkungen des Brexits auf sein Unternehmen und speziell auf den Produktionsstandort in Großbritannien.

Anschließend traten die drei ReferentInnen in einem Podium zusammen und diskutierten vertieft die Herausforderungen und Chancen, die der Brexit für die Region verursacht. Die zahlreichen Fragen der Bürgerinnen und Bürger zeigten, dass aufgrund des Brexits ein hoher Informationsbedarf besteht.

Planspiel „Asyl und Migration“ – Heinrich-Heine-Schule Dreieich

Wie sollen Flüchtlinge in der EU verteilt werden? Wie soll der Zugang zum Arbeitsmarkt geregelt werden? Wo sollen Flüchtlinge untergebracht werden?

Diesen drei Themenkomplexen stellten sich die Schülerinnen und Schüler der zehnten Klasse der Heinrich-Heine-Schule in Dreieich am 10. März und diskutierten in einem Planspiel die Asylfrage.

In dem Planspiel, das vom Europe Direct Relais Rhein-Main organisiert und durchgeführt wurde, schlüpften die Schülerinnen und Schüler in die Rolle der Politikerinnen und Politiker und mussten europäische Lösungen finden.
Zuerst lernten die Schülerinnen und Schüler die Europäische Union näher kennen und erarbeiteten das Thema Asyl. Anschließend wurden die Schülerinnen und Schüler zu Vertretern verschiedener europäischen Regionen und Mitgliedstaaten und simulierten die Sitzungen des Rates der EU und des Ausschusses der Regionen.

Mit der Methode Planspiel erfahren die Schülerinnen und Schüler spielerisch, welche Herausforderungen eine politische Einigung mit sich bringt, erwerben rhetorische Fähigkeiten und können ihr Verhandlungsgeschick unter Beweis stellen.

Das Europe Direct Relais Rhein-Main bietet Einrichtungen neben dem Asyl-Planspiel eines zum Thema Energie an. In diesem Planspiel beschäftigen sich die SchülerInnen mit der Klima- und Energiepolitik der Europäischen Union und stimmen über den Energiemix der Zukunft ab. Die Planspiele können individuell auf die Einrichtung zugeschnitten werden. Kontakt: europe-direct@kreis-offenbach.de

Impressionen vergangener Veranstaltungen