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Schulverweigerung - Die 2. Chance

(beendet)

Das Projekt "Schulverweigerung - Die 2. Chance" Kreis Offenbach war ein Projekt der BerufsWegeBegleitung im Rahmen des Programms "JUGEND STÄRKEN" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und wurde aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert. Das Projekt begann am 1. September 2008 begonnen und lief bis Ende 2014.

Durch das Angebot sollten etwa 30 Schülerinnen und Schüler ab zwölf Jahren aus dem Kreis Offenbach erreicht werden, die der Schule fernbleiben beziehungsweise sich vom Unterrichtsgeschehen weitgehend entkoppelt hatten. Ziel war die soziale und persönliche Stabilisierung der Schüler und Schülerinnen. Daran anschließen sollte sich die Rückführung in den Regelschulbetrieb und die Erarbeitung einer realistischen Aussicht auf den Erwerb des Schulabschlusses.

Im Fokus des Programms standen Schüler und Schülerinnen, die

  • ab dem Alter von 12 Jahren und bis maximal zum Beginn der letzten Klassenstufe sind;
  • die eine Hauptschule, eine Förderschule oder eine andere Schulform besuchen, auf der der Erwerb eines Hauptschulabschlusses möglich ist, und
  • die ihren Schulabschluss belegbar durch aktive oder passive Schulverweigerung gefährden.

Zugang zur Koordinierungsstelle "Schulverweigerung - Die 2. Chance" fanden die Schüler und Schülerinnen größtenteils über die aufsuchende Arbeit des Personals an den Schulen und zu Hause. Auch Einrichtungen und Institutionen, wie beispielsweise Pro Arbeit AöR, Allgemeiner Sozialer Dienst des Kreises Offenbach, Streetwork, Beratungsstellen und vor allem die Schulsozialarbeit, mit denen die Koordinierungsstelle „Schulverweigerung - Die 2. Chance" kooperierte, konnten den Kontakt herstellen. Sie waren auch wichtige Partner in der Netzwerkarbeit, durch die eine individuelle und zielgerichtete Beratung und Betreuung ermöglicht wurde. Wichtigste Bündnispartner in diesem Prozess der Unterstützung waren die Erziehungsberechtigten, mit denen vertrauensvoll und aktivierend zusammengearbeitet wurde.

Durch die Netzwerkarbeit wurden spezielle Einzelhilfen ermöglicht, die durch die Koordinationsfunktion der "Schulverweigerung - Die 2. Chance" zu einem Gesamtkonzept wurden, und welches eine passgenaue Förderung zum Ziel hatte. Da die Schüler*innen der beschriebenen Zielgruppe intensiver Einzelfallhilfe bedurften, wurden mit der Methode des Case Managements Förderpläne erstellt und fortentwickelt, welche die individuellen Bedürfnisse aufgriffen und Ressourcen der Schüler*innen nutzten.

Zwei pädagogische Fachkräfte unterstützten seit März 2009 ihre Klientinnen und Klienten an den Partnerschulen in Rodgau und Obertshausen. Die Expertise und die personellen Ressourcen wurden 2014 in das kreisweite Projekt „JUGEND STÄRKEN in Schule und Beruf“ überführt.