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Radschnellweg zwischen Frankfurt und Darmstadt

Radschnellweg zwischen Frankfurt und Darmstadt - Wir sind mittendrin

Nach dem Spatenstich für den Bau des Radschnellweges zwischen Frankfurt und Darmstadt im Jahr 2018 in Egelsbach und der Inbetriebnahme des ersten Teilstücks im Oktober 2019 nimmt die Realisierung der Strecke Fahrt auf. Die rund 30 Kilometer lange Verbindung führt von Darmstadt über Erzhausen, Egelsbach, Langen, Dreieich, Neu-Isenburg bis nach Frankfurt. Insbesondere mit dem Teilstück von Neu-Isenburg bis Egelsbach bekommen viele Pendlerinnen und Pendler im Kreis Offenbach eine gute Alternative zum Öffentlichen Nahverkehr oder zum Auto.

Unter Federführung des Regionalverbandes FrankfurtRheinMain sollen sukzessive insgesamt neun Radschnellwege in der Metropolregion realisiert werden. Der Regionalverband bringt dafür mit den daran beteiligten Kommunen und Landkreise sukzessive Machbarkeitsstudien auf den Weg. Neben dem ersten, schon in Bau befindlichen, Radschnellweg im Westen des Kreises Offenbach tangieren den Kreis künftig zwei weitere schnelle Radverbindungen.

Das sind die sog. Strecken FRM 8 und FRM 9. Ziel ist es, den Kreis Offenbach mit einer Querverbindung von Seligenstadt an den Frankfurter Flughafen (FRM 9) anzubinden. Außerdem soll es im Süden des Mains einen Radschnellweg geben, der von Hanau über Mühlheim, Offenbach nach Frankfurt (FRM 8) führt. Für diese beiden Wege laufen derzeit bereits die Machbarkeitsstudien.

Die „Fahrrad-Autobahn“ im Westen des Kreises Offenbach soll überall dort, wo es möglich ist, mindestens vier Meter breit werden. Um es möglichst komfortabel und schnell für die Radfahrer zu halten, wird die gesamte Strecke asphaltiert, die Kurven werden höchstens 60 Grad steil. Um die Sicherheit der Radler zu jeder Jahres- und Tageszeit zu gewährleisten, benötigt der Radschnellweg eine durchgehende Beleuchtung. Diese erfolgt mittels insektenfreundlicher LED-Solarleuchten. Die Leuchten sind mit einer intelligenten Bewegungssteuerung versehen, die durch einen Sensor fortlaufend ausgelöst und nach dem Vorbeifahren selbstständig wieder deaktiviert werden. Die Abstände der Lichter liegen zwischen 33 und 40 Metern.

An einigen Stellen wird es unvermeidbar sein, dass entweder Engstellen entstehen, an denen der geplante Ausbaustandard nicht eingehalten werden kann, oder dass auch Fußgänger auf die Radwege treffen. In diesem Fall wird der Weg dann sogar noch 1,50 Meter breiter sein. Mehrere Servicestationen auf der Strecke sollen zudem dafür sorgen, dass die Radlerinnen und Radler Gelegenheit haben, einen Reifen aufzupumpen, Werkzeug zu erhalten und im Falle eines Regenschauers sich auch einmal unterstellen zu können.

Wer mehr über den aktuellen Stand der Planungen und Umsetzung der Radschnellwege erfahren möchte, kann sich auf der Homepage des Regionalverbandes einen Überblick verschaffen. Für die Verbindung zwischen Frankfurt und Darmstadt führt das Zentrum für integrierte Verkehrssysteme aktuell eine Online-Befragung durch, um die Nutzung und die Anforderungen der Radfahrerinnen und Radfahrer an Radschnellverbindungen zu ermitteln.