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Telefonsprechstunde Läusebefall & Krätze

Die Telefonsprechstunde zu den Themen Läuse- und Krätzemilbenbefall ist

jeden Freitag von 11:00 bis 12:00 Uhr

unter 06074 8180-63741 oder 06074 8180-62726

erreichbar. Zwei qualifizierte Ärztinnen stehen Ihnen in dieser Zeit Rede und Antwort und erläutern - falls nötig - die richtigen Verhaltensweisen.

Kopfläuse

Kopfläuse wiederum sind lästige Parasiten, die es vor allem auf Kinderköpfe abgesehen haben. Nach der Entdeckung eines Läusebefalls sollten umgehend alle Kontaktpersonen auf Läuse untersucht und gegebenenfalls sofort eine Behandlung mit einem geeigneten Mittel begonnen werden. Zuverlässig wirksam sind nur Kopflauspräparate, die als Arzneimittel beziehungsweise Medizinprodukte zugelassen sind. Nach acht bis zehn Tagen ist eine Zweitbehandlung notwendig, da die Läuseeier die erste Anwendung oftmals überleben.

Außerhalb des menschlichen behaarten Kopfes können Läuse nicht lange überleben. Dennoch sollten sicherheitshalber Kämme, Bürsten und Haarschmuck gereinigt werden. Handtücher, Bettwäsche und Kleidung sollten entweder bei 60 Grad Celsius gewaschen oder für eine Woche in einem gut verschließbaren Plastikbeutel gelagert werden. Kuscheltiere bei mindestens minus zehn Grad für einen Tag im Gefrierfach deponieren. Teppiche, Böden und Polstermöbel mit dem Staubsauger reinigen.


Siehe auch unter Kopflaus.

Krätze

Zwischen ein und zwei Prozent der von Hautkrankheiten betroffenen Patienten leiden unter Krätze. Leider schämen sich viele Betroffene ihrer Erkrankung, so dass sie nicht frühzeitig zum Arzt gehen, sondern längere Zeit mit einem schweren Juckreiz leben, der vor allem nachts auftritt. Dabei haben Krätzmilben nicht unbedingt mit unhygienischen Lebensverhältnissen zu tun, sondern breiten sich - ähnlich wie Läuse - dort aus, wo viele Menschen zusammenkommen. Die Krätzmilben werden von Mensch zu Mensch durch Hautkontakt übertragen. Betroffen sind besonders Alten- und Pflegeheime, aber auch Kindergärten und Schulen.

Durch den sehr starken Juckreiz kratzen sich die Patienten leicht wund, so dass sich Pusteln und Krusten bilden können. Oft wird daher die Krätze zunächst für ein Ekzem gehalten. Zur Behandlung stehen mehrere Wirkstoffe zur Verfügung, entweder in Form von Creme, die äußerlich angewendet wird oder als Tabletten, die eingenommen werden. Enge Kontaktpersonen und Erkrankte im gleichen Haushalt sollten unbedingt zeitgleich behandelt werden, um wiederholte gegenseitige Ansteckungen (Ping-Pong-Infektionen) zu verhindern.